Ernährung: 6 Gewürze mit beeindruckender Wirkung

Ihr seid es Leid immer nur das selbe, geschmacksarme Essen zu kochen? Dann gebt euren Mahlzeiten nun einen neuen pepp mit diesen 6 Gewürzen, die mehr bieten als nur einen guten Geschmack. Die meisten Menschen die sich „clean“ ernähren möchten, machen den Fehler ständig das Gleiche zu essen und der Einfacheit halber kaum Abwechslung in Ihren Speiseplan zu bringen. So wird die Diät jedoch auf Dauer garantiert fehlschlagen.Langeweile in einer Diät kann eine ernste Bedrohung für eure Gesundheit und Fitnessziele sein. Doch was tun wenn man nicht gerade viel Talent in der Küche besitzt und Kochen eher als notwendiges übel ansieht? Die Antwort lautet … Gewürze!

Gewürze und Kräuter sind eine hervorragende Möglichkeit, ein geschmacksarmes Mahl aufzupeppen und dem Körper gleichzeitig etwas Gutes zu tun. Das Beste ist, man kann mit ihnen viele verschiedene Geschmacksrichtungen kreieren und sie selbst haben dabei kaum Kalorien. Ihr könnt also frei experimentieren und sie je nach Lust und Laune zu einer Mahlzeit hinzufügen.

Nur noch ein kleiner Tipp bevor es losgeht: Wenn euer Gewürzregal in den letzten Jahren Staub angesammelt hat, dann schmeißt diese Reliquien lieber weg und kauft stattdessen neue. Gewürze verlieren mit der Zeit nämlich ihre Intensivität, sodass Ihr garantiert einen Unterschied schmecken werdet.

#1 Cayenne Pfeffer

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Cayenne Pfeffer hat in den letzten Jahren eine wahre Renaissance erlebt und ist mittlerweile sehr beliebt. Der Grund dafür ist der aktive Inhaltsstoff Capsaicin, welcher den Stoffwechsel anregen und beim Abnehmen helfen kann. Heutzutage wird Capsaicin auch in thermorgenetischen Fettverbrennern und Schmerztabletten verwendet, der beste Weg diesen Stoff zu nutzen ist jedoch über das Essen.

Nicht nur, dass Cayenne Pfeffer einer Mahlzeit einen ganz neuen Kick und Würze verleiht, die Schärfe kann zudem als Appetithemmer fungieren. Zwar sind noch nicht alle gesundheitlichen Vorteile von Cayenne Pfeffer bekannt, es gibt aber bereits erste Indizien dafür, dass dieses Gewürz sogar das Herz-Kreislauf-System stärken und Prostatakrebs vorbeugen kann.

Wenn Ihr gerne scharf esst, dann gehört Capsaicin wahrscheinlich schon zu eurer regelmäßigen Ernährung. Dennoch kann es sinnvoll sein, Cayenne Pfeffer zusätzlich zu integrieren, da es jeder Mahlzeit einen einzigartigen Geschmack verleihen und diese aufregend machen kann. Ihr schmeckt es vielleicht noch nicht direkt am Anfang, am Ende jedoch werdet Ihr garantiert schwitzen!

#2 Knoblauch

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Eine Knoblauchzehe hält Vampire auf Abstand – und nicht nur das. Knoblauch hat starke antibakterielle, antifungale sowie antivirale Eigenschaften und Entzündungen im Körper reduzieren. Zudem wird ihm nachgesagt, den Blutdruch zu senken und das Herz-Kreislauf-System zu stärken.

Knoblauch als Gewürz, zum Beispiel in Flocken- oder Pulverform, ist schon nicht schlecht, es geht aber nichts über eine echte Knoblauchzehe – sowohl was den Geschmack, wie auch die gesundheitlichen Vorteile angeht. Den meisten Nutzen kann unsere Gesundheit nämlich aus dem in Knoblauch enthaltenen Stoff Allicin ziehen, welcher nur gebildet wird, wenn man Knoblauch zerpresst, schneidet oder – für die ganz verrückten – roh kaut. In einigen Nahrungsergänzungsmitteln mit Knoblauch kommt Allicin auch noch vor, jedoch nicht in Knoblauchpulver.

Gekochter Knoblauch hat übrigens die gleiche krebsvorbeugende Wirkung wie roher Knoblauch, vorrausgesetzt er wird richtig zubereitet. Wenn Ihr Knoblauch direkt nach dem Schneiden oder Pressen kocht, hat der krebsvorbeugende Stoff Allicin nicht ausreichend Zeit um sich zu bilden. Deshalb solltet Ihr den Knoblauch erst mindestens 10 Minuten stehen lassen (wenn möglich wären 45 Minuten am Besten) bevor Ihr ihn kocht.

#3 Zimt

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Nur weil Ihr im Rahmen eurer Diät keine Zimtschnecken mehr genießen dürft, heißt das nicht, dass Ihr auch auf das namensgebende Gewürz verzichten sollt. Zimt hat so viele Vorteile für die Gesundheit und positive Eigenschaften für den menschlichen Körper, dass ich sie gar nicht alle in einem Artikel unterbringen kann. Und nicht nur dass, Zimt ist auch ein vielseitiges Gewürz mit dem Ihr Geschmack und Würze sowohl in süße, als auch in herzhafte Speisen bringen könnt.

Wo fange ich nun aber am besten mit den Gesundheitsvorteilen von Zimt an? Das Gewürz wirkt antibakteriell und dient als natürlicher Konservierungsstoff – was beduetet, dass man damit die Bildung von Bakterien und das Verderben von Lebensmitteln verhindern kann. Zudem kann Zimt dazu beitragen, den Cholesteringehalt im Körper zu senken und den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Auch gibt es zahlreiche Studien, die mittlerweile belegen, dass Zimt die Schmerzen im Rahmen von Arthritis innerhalb weniger Tage signifikant eindämmt. Es verbessert die Durchblutung, ist ein effektives Anti-Koagulationsmittel (verhindert die Bildung von Koagulat, einer Substanz die zu Blutverdickung führt), steigert die mentale Leistungsfähigkeit und stoppt die VErbreitung von Leukemie und Lymphdrüsen Krebszellen.

Wenn Ihr euch die gesundheitlichen Vorteile dieses fantastischen Gewürzes zu Nutze machen möchtet dann solltet Ihr euch die Mühe machen, den „echten Zimt“ bzw. „Ceylon Zimt“ zu besorgen, welcher auch in wissenschaftlichen Studien verwendet wird. Normaler Standardzimt aus dem Supermarkt wird oft von einer vollkommen anderen Pflanze gewonnen (Cassia), und zwar ebenfalls einige Gesundheitsvorteile zu bieten, jedoch bei weitem nicht so viele wie Ceylon Zimt.

Ihr wisst wahrscheinlich schon, dass Zimt perfekt in Haferbrei, Proteinmuffins oder dem Morgenkaffee schmeckt, doch nun ist es an der Zeit auch eure herzhaften Speisen mit Zimt aufzupeppen. Egal ob in Suppen, Eintöpfen, Chillis, geröstetem Gemüse oder schlicht und einfach auf braunem Reis, Zimt kann und wird eurem Essen einen völlig neuen Kick verleihen.

#4 Koriander

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Einige Leuten werden den Geschmack von Koriander einfach für immer hassen. Das hängt nicht nur mit dem Geschmack zusammen, sondern mit den Genen. Es ist nämlich mittlerweile wissenschaftlich erwiesen, dass einige Menschen eine genetische Prädisposition haben, wodurch Koriander für sie wie Seife schmeckt. Der Rest von uns sollte auf dieses Kraut jedoch nicht verzichten, das jedem Thai-Gericht oder der mexikanischen Guacamole ihre bekannten Aromen verleiht.

Während man über den Geschmack streiten kann, gibt es über die gesundheitlichen Vorteile von Koriander keinen Zweifel. Wie Zimt hat er starke entzündungshemmende Eigenschaften und dient als natürlicher Konservierungsstoff und Schutz vor Salmonellen. Zudem kann Koriander den Körper effizient vor diversen Infektionen schützten, egal ob mikrobielle Mageninfektionen oder Harnwegsinfektionen. Auf lange Sicht kann er den Cholesterinspiegel senken und generell dafür sorgen, dass wir uns wohler in unserem Körper fühlen. Koriander reduziert nämlich Übelkeit, Schwellungen und die Auswirkungen von Menstruationskrämpfen.

Ein Nachteil der viele Leute oft davon abhält, Koriander zu kaufen, ist die Tatsache, dass die gekauften Zweige schnell verwelken und über Nacht sehr unansehnlich werden. Zum Glück gibt es jedoch ein Mittel dagegen. Sobald Ihr den Koriander gekauft habt und wieder zu Hause seid, solltet Ihr ihn gründlich mit kaltem Wasser waschen und ein nasses Küchentuch einrollen. So bleibt das Kraut für über eine Woche frisch. Zudem könnt Ihr den frischen Koriander auch einfrieren, jedoch erst nachdem er blanchiert wurde (kurzes Aufkochen mit anschließendem Eisbad). Eine weitere Möglichkeit ist die Verabeitung zu einem leckeren Koriander-Pesto oder Chutney.

#5 Ingwer

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Bei den meisten Gewürzen werden die gesundheitlichen Vorteile erst auf lange Sicht deutlich. Bei Ingwer sieht dies anders aus, da Ihr dessen direkte Wirkung auf euren Körper oft sofort fühlen könnt.

Wenn Ihr unter Reise- oder Bewegungskrankheit leidet, hat euch wahrscheinlich schon einmal jemande Ingwerpillen, -tee oder -pulver zur Behandlung empfohlen. In der tat hilft Ingwer hervorragend gegen Übelkeit, Magenbeschwerden und Durchfall. Er unterdrückt die Produktion und Synthese von Prostaglandinen im Körper, Hormone die Gefühle wie Schmerz oder Fieber im Körper auslösen. Daher kann Ingwer auch effektiv gegen Krämpfe, Migräne-Kopfschmerzen und Menstruationsbeschwerden eingesetzt werden.

Der Ingwer aus dem Supermarkt wird in der Regel als Wurzel verkauft, es gibt ihn jedoch auch in Pulverform als Gewürz oder – was ich empfehle – als Paste oder Puree. Geschmacklich bietet Ingwer eine hervorragende Ergänzung zu Wokgerichten, Pfannengemüse, Marinaden, Hänchen, Lachs, Schweinefleisch oder Rindersteaks. Reibt etwas davon übergeröstete Süßkartoffeln oder Pommes um eine ganz spezielle, knusprige Geschmacknote zu erzeugen oder versucht ihn als Geheimzutat in einem innovativen Salatdressing.

#6 Kurkuma

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Fast jeder kennt die zuvor genannten 5 Gewürze, auch wenn nicht jeder über deren gesundheitlichen Vorteile Bescheid wusste. Kurkuma hingegen ist bei vielen Menschen wohl eher nicht im Gewürzregal vorhanden. Dabei ist dies ein gängiges Gewürz in vielen Currypulvern und die Geheimtzutat, die dem Senf seine gelbe Farbe verleiht.Aber auch als Gewürz ansich hat das aus Südasien stammende Kurkuma einiges zu bieten.

Den größten Teil seiner gesundheitlichen Vorteile hat Kurkuma seinem aktiven Inhaltsstoff Curcumin zu verdanken, einem entzündunghemmendem Antioxidians. Neueste Studien legen nahe, dass es die Symptome von Alzheimer, Arthritis, chronischen Nierenerkrankungen und vielen Krebsformen stark eindämmen kann.Darüber hinaus dient es dazu, Lebensmittelvergiftungen zu verhindern bzw. zu bekämpfen.

In den folgenden Jahren und mit weiteren wissenschaftlichen Studien werden wir einen noch besseren Überblick darüber bekommen, was Kurkuma alles für unsere Gesundheit tun kann. Ihr solltet es jedoch auch schon jetzt in eure Ernärhung integrieren – zum Beispiel für leckere Marinaden. Eine andere Studie hat nämlich belegt, dass Kurkuma die karzinogenen Verbindungen, die beim Grillen von Fleisch entstehen, drastisch reduzieren kann.

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