Ernährung: Gute und böse Kohlenhydrate

In Zeiten von Low Carb und bewusster Ernährung hat sich bei vielen Menschen eine tendenzielle Ablehnung gegenüber Kohlenhydraten entwickelt. Dabei sind „Carbs“ bzw. Kohlenhydrate gar nicht alle gleich und wirken teilweise extrem unterschiedlich auf den Körper. Ihr müsst sie also gar nicht meiden, sondern lediglich lernen, wann der richtige Zeitpunkt für die Aufnahme der bestimmten Kohlenhydratformen ist!Wasser ist Wasser und wird auch immer Wasser bleiben. Ein Kohlenhydrat jedoch ist nicht unbedingt ein Kohlenhydrat. Carbs sind die primäre Energiequelle für den menschlichen Körper und versorgen unter anderem das Gehirn, das Herz, das Nervensystem und die Muskulatur mit Energie um reibungslos zu funktionieren. Es gibt „gute“ und „nicht so gute“ Kohlenhydrate, die jeweils eine extrem unterschiedliche Wirkung auf den Körper haben.
Indem Ihr verstärkt gute Kohlenhydrate in eure tägliche Ernährung integriert könnt Ihr euer Energielevel erhöhen, das Hungergefühl reduzieren und eure allgemeine Gesundheit verbessern. Wählt Ihr hingegen überwiegend die andere Kohlenhydratform, dann führt dies zu einem massiven Energieschub, welchem jedoch Erschöpfung, Müdigkeit und Hunger nachfolgen.13722172_1253558364684714_1701455563_nGute und schlechte Kohlenhydrate

Doch was sind nun eigentlich gute bzw. schlechte Kohlenhydrate? Und wie kommt es das man bei dieser Nährstoffform so genau zwischen gut und schlecht differenzieren kann?

Nun generell unterscheidet man bei Kohlenhydraten zwischen zwei Formen: Komplexen und einfachen Kohlenhydraten. Dies liegt daran, dass Kohlenhydrate im Prinzip nichts weiter als Zuckermolekülketten sind. Ein Kohlenhydrat besteht also aus einer bestimmten Anzahl aus Zuckermolekülen. Je nachdem wie viele Zuckermoleküle miteinander verkettet sind, spricht man entweder von komplexen (lange Zuckermolekülketten) oder einfachen (kurze Ketten bzw. Einfachzucker) Kohlenhydraten.

Zucker- bzw. stärkehaltige Lebensmittel wie Frühstücksflocken, weißer Reis, Weißbrot, Pasta, Süßigkeiten, Chips, Kekse und Gebäck schmecken allesamt sehr lecker – doch sie stecken auch voller einfacher Kohlenhydrate. Andere Lebensmittel wie Haferflocken, brauner oder wilder Reis, Quinoa, Couscous, Gerste, Vollkornbrot, Obst, Gemüse und Süßkartoffeln bestehen zwar ebenfalls größtenteils aus Kohlenhydraten, doch im Gegensatz zu den erstgenannten Beispielen handelt es sich bei diesen um komplexe, langkettige Kohlenhydrate.

Und nun ratet doch mal, welche der beiden Kohlenhydratformen den Körper mit essentiellen Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen versorgen. Kekse, Gebäck und Chips? Nicht wirklich! Vollkornprodukte, Obst und Gemüse hingegen bieten dem Körper wertvolle Nährstoffe und langsam-verdauliche Ballaststoffe. Somit helfen sie dabei, das Energielevel des Körpers hoch zu halten und euch für lange Zeit satt zu halten. Schließlich benötigt der Körper länger um die langen Zuckermolekülketten während des Verdauungsprozesses zu spalten und die Nährstoffe in die Zellen zu speisen, sodass man sich länger gesättigt fühlt und der Körper über einen langen Zeitraum konstant mit Energie versorgt wird.

Ihr seht also, bei den so genannten guten Kohlenhydraten handelt es sich um die langkettigen, komplexen Carbs.

Einfache Kohlenhydrate hingegen sind sehr nährstoffarm. Sie haben kaum Vitamine, Mineralien oder Ballaststoffe und versuchen diesen Mangel stattdessen mit Zucker wett zu machen. Mit sehr viel Zucker! Nachdem Ihr einfache Carbs zu euch genommen habt, steigt euer Blutzuckerspiegel sehr schnell an und gibt euch innerhalb kurzer Zeit einen sehr großen Energieschub. Anschließend jedoch fällt der Blutzuckerspiegel fast wieder genauso schnell ab wie er gestiegen ist, sodass Ihr euch im Anschluss extrem müde, schlapp und hungrig fühlt. Schließlich registriert das Gehirn den rasanten Abfall des Blutzuckers und möchte demnach so schnell wie möglich wieder für Nachschub sorgen.

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Kohlenhydrate gibt es in den unterschiedlichsten Formen

Es gibt für alles die richtige Zeit

Selbst im Rahmen einer sehr gesunden und ausgewogenen Ernährung solltet Ihr nicht komplett auf einfache Kohlenhydrate verzichten. Klar, der Großteil sollte immer aus komplexen Carbs bestehen – doch es gibt auch Momente in denen die „schlechten Carbs“ eine gute Wahl sind. Wenn Ihr zum Beispiel einen schnellen Energieschub für euer Training benötigt (15 – 30 Minuten vor dem Workout), dann ist eine Schüssel Haferflocken keineswegs die beste Wahl. Manchmal müssen es dann eben doch schnellverdauliche Kohlenhydrate aus Keksen, Gebäck oder Süßspeisen sein, um für einen sofortigen Energieschub zu sorgen.

4 Kommentare zu „Ernährung: Gute und böse Kohlenhydrate

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