Fitness: Wie Ihr eure Fortschritte auch ohne Waage messen könnt

Wenn es darum geht, die Abnehmerfolge zu messen, dann können die Zahlen oft verwirrend oder irreführend sein. Weniger Gewicht bedeutet schließlich nicht immer gleich, dass man auch erfolgreich Fett abgebaut hat. Mit den folgenden Insider-Tipps könnt Ihr eure „Fitnessreise“ noch effektiver gestalten und eure Fortschritte wesentlich akkurater messen. 

Viele Menschen sehen die Waage oft als heiligen Gral des Abnehmen an. Sie stellen sich morgens darauf, starren auf die angezeigte Zahl und notieren sich, wie diese sich täglich, wöchentlich und monatlich verändert.

Während es jedoch kein Problem ist, das Gewicht als Indikator dafür zu nehmen, wie erfolgreich eine Diät ist, sollte man keinesfalls komplett darauf vertrauen. Angefangen von Schwankungen in Bezug auf den Wassergehalt des Körpers bis hin zu zu Gewichtsveränderungen durch Zu-/Abnahme von fettfreier Muskelmasse gibt das Gewicht niemals eine genaue Aussage über die eigentliche Körperzusammensetzung. Statt also ständig nur die Waage zu observieren, solltet Ihr nach einer zuverlässigeren Methode suchen um eure Fortschritte zu messen!

1. Macht Fotos von euren Fortschritten

So unangenehm es auch scheinen mag, einen Schnappschuss von euch zu machen wenn Ihr gerade nicht so toll in Form seid, es ist extrem wichtig zu wissen wo man steht bevor man anfängt. Zwar kann man auch einfach der Waage vertrauen, doch wenn man dann Aspekte wie Wasser, fettfreie Muskelmasse und individuelle Statur in Betracht zieht, sollte man nicht nur auf eine einzige Zahl vertrauen um seine Fortschritte zu messen. Da Ihr euch jeden Tag im Spiegel seht können Veränderungen oft beinahe unmerklich sein.

Fotos helfen euch dabei, besser zu reflektieren und eure Fortschritte über einen langen Zeitraum zu vergleichen. Wenn Ihr eure Fitnessreise beginnt, macht ein Foto von Vorne, von der Seite und von Hinten. Nun solltet Ihr alle paar Wochen weitere Fotos in der selben Position machen. Achtet dabei darauf, natürlich zu bleiben und nicht zu posieren oder den Bauch einzuziehen – schließlich wollt Ihr ehrliche Resultate sehen!  Nach Möglichkeit solltet Ihr versuchen, die Umstände immer gleich zu halten. Das bedeutet, die Fotos sollten idealerweise vor dem selben Hintergrund, mit dem selben Outfit, zur selben Tageszeit, mit dem selben Licht und aus dem selben Winkel wie die vorherigen Bilder gemacht werden.

2. Testet eure sportlichen Bestwerte

Anstatt euch ständig nur darauf zu fokussieren, die Zahlen zu verringern, solltet Ihr vielleicht mal versuchen diese zu erhöhen – und zwar in Form von Gewichten beim Krafttraining. Nehmt euch zu Anfang eurer Reise etwas Zeit um eure persönlichen Bestwerte zu testen und notiert euch diese im Anschluss. Wie viel könnt Ihr drücken? Welches Gewicht schafft Ihr bei klassischen Kniebeugen? Und wie steht es mit Curls? Wenn Ihr eure grundsätzliche Kraft kennt, dann fällt es euch auch leichter, realistische Ziele für den Kraftzuwachs zu setzen.

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Wenn Ihr eure Fortschritte konstant messt, dann wisst Ihr auch ob Ihr euch in die richtige Richtung bewegt oder nicht. Bonus: Wenn Ihr mal nicht weiter kommt, kann es extrem hilfreich und motivierend sein zurückzublicken und zu schauen, wo Ihr damals mal gestartet seid. So findet Ihr schnell wieder zurück in die Spur und könnt weitere Fortschritte machen!

3. Verwendet ein Maßband

Ihr mögt zwar sinkende Zahl als Fortschritt beim Abnehmen ansehen, doch bedeutet Gewichtsverlust nicht immer gleich Fettabbau. Um zu sehen, ob eure Körperfett schmilzt, kann ein Maßband wesentlich hilfreicher sein. Die wichtigsten Stellen an denen Ihr eure Fortschritte messen möchtet sind die Brust, die Hüften, die Taille, die Oberschenkel, der Bizeps und die Schultern.

Den Körperumfang regelmäßig zu messen kann euch nicht nur dabei helfen, einen gleichmäßigen Körperbau zu erzielen, sondern dient auch als Warnsignal, falls sich an bestimmten Stellen viel Fett angesammelt hat. So könnt Ihr die Risiken für Diabetes oder Herzkrankheiten frühzeitig erkennen und behandeln.

4. Messt den Körperfettanteil

Wenn es einen Wert gibt, der einen zuverlässigen Aufschluss darüber gibt, wie effektiv eure Diät ist, dann ist es der Körperfettanteil. Egal ob mit der Drei-Falten-Methode oder einer Körperfettwaage, es gibt viele Möglichkeiten den Körperfettgehalt zu messen. Dabei ist es jedoch wichtig, die Messungen regelmäßig durchzuführen und einen Mittelwert zu bilden, da einzelne Messungen oft Schwankungen unterliegen können und daher nicht immer aussagekräftig sind.

Fit sportsman measuring body fat with caliper

5. Zieht eure alten Kleidungsstücke an

Wenn Ihr nun schon seit einiger Zeit einem fiten und gesunden Lebensstil folgt, nun aber an einem Punkt angekommen seid, an dem sich alles nach Stillstand anfühlt, dann kann es helfen, einfach mal ein paar alte Kleidungsstücke anzuprobieren um sich seiner Fortschritte bewusst zu werden. Vielleicht habt Ihr in einem Jahr keine 50 Kilogramm abgenommen, aber nichtsdestotrotz schwimmt Ihr inzwischen in euren „fetten Jeans“. Na wenn das mal kein Fortschritt ist!

Indem Ihr euren Fortschritt neu definiert und eure Perspektive über die reinen Zahlen hinweg erweitert, schafft Ihr die Grundlage für euren persönlichen Erfolg – auch wenn die Zahlen auf der Waage schwanken!

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