Fitness: Fitnesstraining mit Vibrationsplatten

Vibrationsplatten sind mittlerweile essentieller Bestandteil viele Fitnessstudios und werden sogar von einigen Menschen zu Hause für ein effektives Workout genutzt. Richtig eingesetzt kann man seinem Training mit ihnen nicht nur etwas mehr Abwechslung verleihen, sondern es teilweise auch intensivieren. Dabei kommt es vor allem auf die Übungen an, die man auf der Vibrationsplatte macht. Von nicht kommt schließlich nichts. Es wird niemals ausreichen, wenn Ihr euch einfach nur auf die Platte stellt und hofft, dass euer Körper sich dadurch von alleine in die gewünschte Form bringt.

Eine Vibrationsplatte ist ein Gerät, das Ganzkörpervibrationen nutzt – eine Trainingsmethode, die zur Erhöhung der Knochendichte und zum Aufbau von Kraft beiträgt. Die Platte vibriert je nach den vom Benutzer eingestellten Frequenzen und Amplituden jeweils 30 bis 90 Sekunden lang. Wenn Ihr darauf trainiert, werden eure Muskeln durch die Vibration automatisch in kurzen Abständen angespannt und entlastet, sodass diese stärker kontrahieren, als bei normalem Training auf festem Boden. Ihr könnt euer Workout somit variieren, indem Ihr einfach einige Trainingseinheiten direkt auf der Vibrationsplatte ausführt.

Aber bevor ich euch nun die besten Übungen für unterschiedliche Fitness-Ziele vorstelle, möchte ich euch an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich erwähnen, dass auch die besten Vibrationsplatten keinen Selbstläufer für euer Training darstellen. Es wäre zwar schön, wenn man sich einfach für 10 Minuten auf die Platte stellt und schon hat man nach 4 Wochen seinen Traumkörper, aber so funktioniert das Leben nun mal nicht. Vibrationsplatten können euer Workout unterstützen – das heißt aber nicht, dass Ihr fortan eine 90 minütige Einheit Krafttraining in 20 Minuten durchführen könnt und damit dieselben Resultate erzielt. Ich persönlich empfehle euch, das Vibrationstraining immer mal wieder zu nutzen, um etwas Abwechslung in eure Workouts zu bringen und die Ausführung einiger Übungen zu variieren, ohne dabei jedoch das Training abzukürzen oder wunderhafte Resultate in den nächsten zwei Wochen zu erwarten.

Traditionelle Kraft-Übungen

Wie gesagt, um gute Resultate mit einer Vibrationsplatte zu erzielen müsst Ihr mehr tun, als nur darauf zu stehen und zu warten, bis die Kilos schmelzen. Stattdessen solltet Ihr das Gerät nutzen, um verschiedene Übungen darauf zu machen. Im Prinzip könnt ihr die Platte bei allen Übungen mit dem eigenen Körpergewicht oder bei Trainingseinheiten ohne Gewichte verwenden.

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Für den Oberkörper eignen sich zum Beispiel Liegestütze und Dips hervorragend, während für den Unterkörper normale Kniebeuge, Sumo-Squats, Ausfallschritte und Wadenheben gute Ergebnisse bei der Verbesserung eurer Muskelkraft versprechen.

Flexibilität

Vibrationsplatten stellen eine hervorragende Möglichkeit dar, die allgemeine Flexibilität des Körpers zu verbessern – selbst bei trainierten Athleten. Eine Studie, die 2006 im Medicine and Science in Sport and Exercise Magazin veröffentlicht wurde, hat sich detailliert mit den Auswirkungen von Vibrationstraining auf statisches Dehnen auseinandergesetzt. Bei 10 Turnern fanden die Forscher heraus, dass das Vibrationstraining den Bewegungsumfang weit über das Maß hinaus erhöht hat, das über rein statisches Stretching erzielt werden kann.

Dehnt eure Oberschenkelmuskulatur mit einer einfachen Vorwärtsbeuge, in der Ihr auf der Platte steht und euren Oberkörper von den Hüften aus nach vorne hängen lasst. Oder lockert euren Oberkörper und eure Arme, indem ihr auf dem Boden kniet und eure Arme auf die Vibrationsplatte legt. Um eure Hüften zu dehnen und zu entspannen, nehmt eine Haltung ein, als wolltet Ihr einen Ausfallschritt machen, wobei der vordere Fuß auf dem Fußboden und der hintere Fuß mit der Hacke auf der Vibrationsplatte steht.

Kern

Die Hüften, Bauch und Rücken bilden die Muskeln des Kerns. Diese Muskeln produzieren viel von eurer athletischen Kraft und der täglichen Funktionalität eures Körpers. Es wäre demnach sträflich, sie bei eurem Training zu vernachlässigen. Die Vibrationsplatte kann euch helfen, genau diese Muskeln zu trainieren, indem eine Instabilität erzeugt wird, die euren Körper dazu zwingt, das Gleichgewicht zu halten.

Um eure inneren Bauchmuskeln zu trainieren, solltet Ihr die Platte für ein Plank-Training nutzen. Dazu legt Ihr einfach eure Vorderarme auf die Vibrationsplatte und stützt euch mit den Zehen vom Boden ab, sodass eine gerade Linie entsteht. Wenn Ihr hingegen die schrägen Bauchmuskeln beanspruchen möchtet, könnt Ihr auch eine Haltung mit einem Arm auf der Platte einnehmen, wobei ihr mit den Füßen seitlich auf dem Boden steht und das Gleichgewicht haltet.

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Versucht auch mal auf der Vibrationsplatte zu stehen, dabei eure Hände hinter dem Kopf zu verschränken und euch dann immer wieder von der Hüfte zur Seite zu drehen, um die Beweglichkeit eurer Wirbelsäule zu verbessern.

Probieren geht über studieren

Natürlich könnt Ihr euch nun noch zahlreiche Erfahrungsberichte zu Vibrationsplatten anschauen. Ich würde aber vorschlagen, Ihr probiert das Training damit in Zukunft einfach mal mit einigen der vorgeschlagenen oder euren eigenen Übungen aus. Ihr werdet sehen, dass es Abwechslung in euer Workout bringt und euch effektiv dabei helfen kann, eure sportlichen Ziele zu erreichen. Zu Anfang solltet Ihr euch nicht wundern, wenn es nach dem Vibrationstraining zu stärkerem Muskelkater als gewohnt kommt, denn der Körper ist (noch) nicht auf die stärkere Muskelbelastung und den Eigenreflex durch die Vibrationen eingestellt. Letztlich ist das aber natürlich auch ein gutes Zeichen, schließlich zeigt es, dass euer Training einen Effekt hervorgerufen hat. 😉

Was denkt Ihr über Vibrationsplatten? Sinnvolle Trainingsergänzung oder teurer Schnick-Schnack? Lasst es mich in den Kommentaren wissen! 🙂

Ein Kommentar zu „Fitness: Fitnesstraining mit Vibrationsplatten

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