Ernährung: Kokosöl – Allroundtalent mit beeindruckender Wirkung


Kokosnussöl hat in den letzten Jahren extrem an Beliebtheit gewonnen und findet sich mittlerweile in fast jedem Supermarktregal wieder. Doch was ist eigentlich dran um den Hype um diese alte tropische Frucht? In diesem Beitrag erkläre ich euch, was es mit Kokosöl wirklich auf sich hat und ob es tatsächlich so gesund ist wie immer wieder suggeriert wird.

Ich bin zwar kein allzu großer Fan von Superfoods, doch liebe ich Kokosnussprodukte – insbesondere rohes, extra natives Kokosnussöl. Ich habe seit meinem Beitrag über gesunde und ungesunde Fette viele Anfragen nach mehr Informationen über die Vorteile von Kokosnussöl erhalten und möchte diesen Wünschen hiermit nun (endlich) entsprechen. Ich persönlich nutze Kokosöl schon eine ganze Weile und kann mir meine Ernährung ohne es kaum vorstellen. Warum? Hier sind einige Gründe, warum ich persönlich glaube, dass Kokosnussöl der Champion aller Nahrungsfette ist!

Es ist ein natürliches Fett

Im Gegensatz zu vielen „Pflanzenölen“ wird Kokosöl nicht mit gefährlichen Chemikalien und extremer Hitze (die schädliche Transfette erzeugt) extrahiert. Dies allein macht den Konsum des Öls schon wesentlich sicherer. Die beste Kokosölsorte ist rohes, unraffiniertes Öl (ich selbst verwende es gerne zum Backen und Erhitzen bei gemäßigten Temperaturen bis zu 175° C). Wenn der Geschmack ein Problem für euch ist oder Ihr ein Fett zum Frittieren oder Backen bei höheren Temperaturen verwenden möchtet, eignet sich raffiniertes Kokosöl. Raffinierte Öle werden durch einen Desodorierungsprozess von Geruch und Geschmack befreit. Stellt beim Kauf jedoch sicher, dass das raffinierte Öl eurer Wahl nicht hydriert wurde (bei der Hydrierung entstehen Transfette) und kein Hexan enthalten.

Natürliche-Kokosnüsse

Es verleiht Energie und hilft beim Abnehmen

Kokosöl besteht aus mittelkettigen gesättigten Fettsäuren (MCT). Euer Organismus metabolisiert MCTs in der Leber und wandelt sie sofort in Kraftstoff (Energie) für euren Körper (und euer Gehirn) um, anstatt sie als Fett zu speichern. MCFAs sind kleine Moleküle, die leicht verdaulich sind und euer Verdauungssystem weniger belasten als andere Fettformen. Sie erhöhen zudem die Stoffwechselfrequenz, was beim Abnehmen helfen kann.

Es verhindert eine Unterfunktion der Schilddrüse

MCTs stimulieren die Funktion eurer Schilddrüse, was wiederum ebenfalls einen positiven Effekt auf euren Stoffwechsel hat.

Es ist fabelhaft für das Immunsystem

Die wichtigsten MCTs in Kokosöl sind Caprinsäure und Laurinsäure. Laurinsäure ist ein Fett, das in der Natur selten vorkommt, obwohl es in der Muttermilch enthalten ist. Es hat einzigartige gesundheitsfördernde Eigenschaften und wirkt bekanntermaßen antiviral, antibakteriell, antimykotisch (ideal für Candida-Infektionen) und bekämpft Protozoen (z.B. Giardia-Infektionen).

Es verhindert Heißhungerattacken

Da Geschmack und Sättigungswirkung von Kokosöl so befriedigend sind, werdet Ihr erst gar keine Lust bekommen, nach irgendwelchen Süßigkeiten zu greifen. Die Energie, die von Kokosnussöl an den Körper abgegeben wird, wirkt zudem langsam und stabilisierend auf den Blutzuckerspiegel, sodass es nicht zu Heißhungerattacken kommen kann.

Es ist das beste Öl zum Kochen

Da Kokosöl so stark gesättigt ist, verhält sich sein Nährstoffprofil sehr stabil, wenn es Hitze ausgesetzt wird. Das heißt, es behält seine gesunden Eigenschaften, auch wenn es zum Kochen verwendet wird.

Es wirkt entzündungshemmend

Da es den Stoffwechsel eures Körpers beschleunigt, arbeitet euer Immunsystem effizienter und euer Körper kann die Zellen effizienter heilen sowie regenerieren lassen. So kommt es allgemein zu weniger Entzündungen und Infektionen.

Es ist großartig für die Hautpflege

Kokosöl stärkt die Haut und das Bindegewebe und beugt Zeichen der Hautalterung vor. Es wirkt wie ein Peeling, dass eure Haut glatter und ebenmäßiger aussehen lässt. Probiert es doch auch mal als Ersatz für eine Feuchtigkeitscreme – die Wirkung wird euch beeindrucken! 🙂

Kokosöl-Wellness (2)

Fazit

Also, was gibt es noch mehr zu sagen? Das Zeug ist wirklich gut für die Gesundheit! selbst nehme ungefähr 3-4 Esslöffel pro Tag zu mir (beim Kochen oder als Teil eines Snacks). Ihr könnt es ganz einfach so verwenden, wie Ihr normalerweise Pflanzenöl, Butter oder andere Fette einsetzen würdet.

Verwenden Sie es dort, wo Sie normalerweise ein Öl oder Fett verwenden würden. Ich persönlich bevorzuge es, Butter mit Kokosnussöl zu backen, während sie beim Abkühlen direkt aus dem Ofen kommt und härtet. Dies kann jedoch zu Ihrem Vorteil genutzt werden, wenn Sie Kekse und dichte Scheiben oder Brownies zubereiten.

Hinweis: In den wärmeren Monaten ist es bei Raumtemperatur flüssig und wird bei abkühlendem Wetter fest (ich hatte in der Vergangenheit viele Anrufe von Patienten, die besorgt waren, dass das Kokosnussöl fest geworden ist)! Dies ist normal und wenn Sie es im Winter verflüssigen möchten, stellen Sie es einfach an einen warmen Ort oder erhitzen Sie es in der Pfanne. Gerade bei Keksen oder Riegeln könnt Ihr euch zudem seine Eigenschaft von Vorteil machen, nach dem Abkühlen wieder vollständig auszuhärten (bei Raumtemperatur ist Kokosöl flüssig, bei kälteren Temperaturen fest).

Kokosöl-Flüssig

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