Fitness: 4 Dinge die Ihr über euren Schweiß wissen solltet

Viele Menschen nehmen an, dass man mehr schwitzt, je härter und intensiver der Sport bzw. das Training ist. Klingt ziemlich einfach, oder? In der Realität sieht es jedoch ganz anders aus und man kann Schweiß keinesfalls als Indikator dafür nutzen, wie effektiv ein Workout ist. Tatsächlich müsst Ihr sogar gut darauf achten, wie viel (oder wenig) Ihr wirklich schwitzt, um bestmögliche Resultate durch euer Training zu erzielen.

Um eure hart erarbeiteten Resultate nicht durch die Unwissenheit über Schweiß zu schmälern, kommen hier nun 4 wichtige Fakten und Informationen rund um das Schwitzen beim Sport.

#1 – Schweiß kann zur Dehydrierung führen

Schweiß besteht aus Wasser und beeinflusst damit direkt den Flüssigkeitshaushalt eures Körpers, welcher wiederum die Effektivität eures Workouts massiv beeinflussen kann. Die Körpertemperatur einer Person steigt aufgrund von Bewegung, aber wenn eure Körper vor dem Training nicht ausreichende Mengen an Flüssigkeit zur Verfügung hat, kann er trotzdem nicht übermäßig viel schwitzen – schließlich würde er dann zu viel Flüssigkeit verlieren, die für andere überlebensnotwendige Funktionen im Organismus benötigt werden. Weniger Schwitzen bedeutet jedoch auch, dass die Kerntemperatur viel schneller steigt, da der körpereigene Kühlmachanismus (Schweiß) ja nicht mehr funktioniert. Die Folge: Die Muskulatur ermüdet schnell, Ihr leidet schneller unter Muskelkater, es kommt zu einem mehr oder weniger stark ausgeprägtem Koordinationsverlust, das Energielevel des Körpers nimmt ab und die gesamte Leistungsfähigkeit sinkt.

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#2 – Schweiß spielt auch nach dem Training eine wichtige Rolle

Es ist nicht nur wichtig, viel Flüssigkeit vor dem Sport zu sich zu nehmen, sondern auch danach. Wenn Ihr dies nicht tut, dann kann eure Kerntemperatur auch mehrere Stunden nach dem Training noch erhöht bleiben. In der Folge kann nach dem Training der gleiche Verlust an Muskelkraft und -ausdauer wie während des Trainings beobachtet werden. Dieser Effekt verstärkt sich übrigens noch im Sommer und in heißen/ feuchten Umgebungen. Man sollte also jederzeit darauf achten viel zu trinken, um den Körper dauerhaft ausreichend zu hydratisieren.

#3 – Schweiß hat keine Superkräfte

Schweiß kann als körpereigenes Abwehrsystem gegen Überhitzung fungieren, er schützt allerdings nicht vollständig vor hitzebedingten Krankheiten – besonders wenn man an einem besonders heißen Tag draußen trainiert. Wenn der Schweiß nicht mehr ausreicht, um die Kerntemperatur zu senken, kann diese weiter ansteigen und zu Hitzekrankheiten oder gar einem lebensgefährlichen Hitzeschlag führen. Wenn sich der Körper erst einmal bis zu einem gewissen Level aufgeheizt hat, kann es sogar sein, dass Ihr gar nicht mehr schwitzt. Der Organismus beginnt dann nämlich zu realisieren, dass der Schweißmechanismus zur Kühlung der Kerntemperatur versagt hat und stellt diesen in der Folge möglicherweise komplett ein, um mehr Energie für überlebensnotwendige Prozesse zu sparen.

#4 – Schweiß muss nicht unangenehm riechen

Euer Schweiß ekelt euch an, da er unangenehm riecht? Dann ist womöglich Stress daran schuld!

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Euer Körper kühlt sich selbst mit Schweiß aus den ekkrinen Drüsen, wobei dieser in der Regel geruchlos ist. Wenn Ihr jedoch unter Stress oder gar Angstzuständen leidet, wird der Schweiß nicht aus den ekkrinen Drüsen gespeist, sondern aus den apokrinen Drüsen. In diesem Fall handelt es sich aber nicht mehr um reinen Schweiß, da die apokrinen Drüsen diesem auch Spuren von Proteinen und Fetten beifügen. Vermischt sich dieser unreine Schweiß nun mit Bakterien auf der Haut, können sich schnell unangenehme Gerüche bilden.

 

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