Bodybuilding: Warum Bräune mehr ist als nur Optik im Bodybuilding

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Im Wettkampf zählt nicht nur die Masse, sondern auch, wie diese zur Geltung kommt. Bei grellem Scheinwerferlicht wirkt eine blasse, ungebräunte Haut flach und verschwommen, selbst wenn die Muskeln glasklar konstruiert sind. Daher ist die Bräune nach Diät und Training das dritte feste Vorbereitungsritual des Bodybuilders geworden.

Wie diese Bräune entsteht und worauf es bei der Anwendung ankommt, unterscheidet sich jedoch bedeutend von der gewöhnlichen Urlaubsbräune.

Die Rolle des Lichts auf der Bühne

Scheinwerfer sind grell, sie kommen meistens von oben und vorne. Auf heller Haut spiegelt es sich so, dass kleinste Details wie Faserzeichnung und Venenverlauf nicht mehr zu sehen sind.

Einige Bodybuilder präsentieren ihre Muskeln auf einer Bühne während eines Wettkampfs.

Dunklere Haut zieht mehr Licht an und lässt Schattenlinien zwischen den einzelnen Muskelgruppen sichtbar werden. Diese Linien sind es, die der Punktrichter zur Beurteilung von Symmetrie, Muskeldichte und Definition heranzieht. Wer blass auf die Bühne tritt, hat also nicht nur einen ästhetischen Nachteil, er muss auch eine schlechtere Beurteilung seiner Form in Kauf nehmen, selbst wenn Trainingsleistung dahinter passt. Bühnenbräune ist weniger Stilfrage, sie ist ein taugliches Hilfsmittel, um Trainingserfolge zum Sprechen zu bringen. Sie ersetzt keine Vorbereitung, sie macht sie nur sichtbar.

Bewertet wird nach den meisten Verbänden nach einem Punkteschema, das Symmetrie, Muskelfülle, Conditioning und Gesamteindruck berücksichtigt. Conditioning ist der Grad der Definition, d. h. wie scharf einzelne Muskelgruppen gegeneinander abgegrenzt sind. Eine gut gewählte Hautfarbe hebt diesen Punkt sehr, denn sie macht die natürlichen Konturen des Körpers für Publikum und Jury gleich gut leserlich. Fehlt dieser Kontrast, so verschwinden selbst die scharfen Trennungen zwischen den Bauchmuskeln oder den Schultern im grellen Bühnenlicht.

Von Sonnenbad bis Airbrush, Methoden der Wettkampfbräune

Von Sonnenbädern zu Bräunungsbeschleuniger und zu Melanotan 2 kaufen gibt es einige Optionen, die Bodybuilder in Betracht ziehen, um eine attraktive Bräune zu erreichen. Obwohl natürliche Sonnenbäder zu den traditionellsten Methoden gehören, sind sie nicht ohne Risiken. Dazu zählen ungleichmäßige Bräunung, Sonnenbrand und vorzeitige Hautalterung durch UV-Strahlen. Aus diesem Grund verwenden viele Wettkämpfer heutzutage selbstbräunende Produkte, die auf Dihydroxyaceton (DHA) basieren. DHA reagiert mit den Aminosäuren in der obersten Hautschicht und erzeugt eine Bräunung, die unabhängig von der Melaninproduktion ist – und somit auch ohne direkte Sonneneinstrahlung funktioniert.

Wettkampfvorbereitungen werden kurz vor dem Wettkampf auch gerne mit professionellem Airbrush-Tanning kombiniert. Hierbei wird eine hochkonzentrierte Bräunungslösung gleichmäßig über die Haut aufgesprüht, um hier eine ansprechende Tiefe und Deckkraft für die Bühne zu erzielen. In den Wochen vor dem Wettkampf verwenden einige Athleten auch Bräunungsbeschleuniger, die der Hautfarbe helfen, schrittweise aufzubauen, damit am Wettkampftag eine gleichmäßigere Ausgangsbasis für den finalen Anstrich gewahrt wird.

Diese Vorbereitung minimiert das Risiko von ungleichmäßigen Flecken, wie sie bei einer einmaligen, schnellen Anwendung eher zu erwarten sind. Welche Methode hier schlussendlich zum Zug kommt, hängt natürlich auch hier vom Typ und von der Vorbereitungszeit ab. Teilnehmer mit von Natur aus heller Haut brauchen in der Regel mehrere Schichten, um die für die Bühne übliche dunkle Tiefe zu erreichen, während dunklere Hauttypen mit einem Aufschlag oft auch hier weniger Aufwand haben.

Die Ungeübten unter den Selbstbräunern versuchen am besten schon einige Wochen vor dem Wettkampf kleine Flächen mit den Produkten aus und sehen so gleich, welche Verfärbungen, welche unerwünschten Ergebnisse sich zeigen. Mischformen sind hier ebenfalls verbreitet, z. B. Basisbräune durch regelmäßige Anwendung über Wochen, ergänzt durch finale Schicht Airbrushfarbe direkt vor dem Auftritt.

Worauf die Teilnehmer achten müssen

Die Anwendung dieser Produkte erfordert Sorgfalt. Eine unebene Hautoberfläche, beispielsweise aufgrund trockener Stellen an Ellenbogen oder Knien, kann Bräunungsprodukte stärker aufnehmen und somit zu unschönen Flecken führen. Aus diesem Grund gehört ein Peeling vor jeder Anwendung für viele Wettkämpfer zur Routine. Ebenso wichtig ist eine gründliche Rasur, da Creme und Bräunung an Haaren ungleichmäßig haften können.

Die zeitliche Planung ist ebenfalls entscheidend. Wer erst am Abend vor dem Wettkampf mit dem Bräunen beginnt, läuft Gefahr, mit einer blassen oder fleckigen Haut ins Rennen zu gehen. Ein allmählicher Aufbau des Farbtons über mehrere Tage oder Wochen sorgt hingegen für ein tieferes und gleichmäßigeres Ergebnis. Einige Produkte können empfindlich auf Schweiß oder Wettkampföl reagieren, weshalb es ratsam ist, die gewählte Kombination im Vorfeld zu testen.

Ein Mann und eine Frau stehen Rücken an Rücken und zeigen stolz ihre muskulösen Arme, während sie lächeln.

Hauttypen reagieren unterschiedlich auf DHA und andere Wirkstoffe. Daher sollte die erste Anwendung am besten einige Tage vor dem Wettkampftermin stattfinden. So bleibt genügend Zeit, um auf mögliche Rötungen oder unerwünschte Verfärbungen zu reagieren, ohne den Wettkampftermin zu gefährden. Viele Athleten testen zudem zunächst an einer kleinen Hautstelle, bevor sie das Produkt großflächig anwenden.

Für Wettkampfvorbereitungen sollte die Bräunungsroutine genauso ernst genommen werden wie die letzte Feinabstimmung der Diät. Ein Probelauf der verwendeten Produkte und Methoden, idealerweise unter ähnlichen Lichtverhältnissen wie auf der Bühne, hilft frühzeitig zu klären, ob Farbton und Deckkraft stimmen. Wer diesen Schritt nicht dem Zufall überlässt, stellt sicher, dass die monatelange Trainingsarbeit am Wettkampftag tatsächlich zur Geltung kommt. Eine sorgfältige Planung der Hautvorbereitung erfordert nur wenig Zeit, kann jedoch den entscheidenden Unterschied ausmachen zwischen dem Präsentieren einer trainierten Form und einer Form, die auf der Bühne wirklich Eindruck hinterlässt.

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