Produkttest: Phicomm Smart Scale S7 – Körperanalysewaage

Waren Sie vor einigen Jahren noch eine echte Rarität, so gibt es Körperfettwagen für den Heimgebrauch heutzutage wie Sand am Meer. Nachdem ich nun schon einige Modelle testen konnte, bin ich vor Kurzem auf die brandneue Smart Scale von Phicomm gestoßen. Ausgestattet mit WLAN, Handgriff, leistungsstarkem Akku sowie zahlreichen Sensoren verspricht die Körperfettwaage genaue Messwerte und hohen Komfort.Ich habe die Phicomm Smart Scale mal etwas genauer für euch unter die Lupe genommen, um zu sehen ob die Waage aus dem Mittelpreissegment mit der großen Konkurrenz mithalten kann.

Im Gegensatz zu vielen anderen Körperfettwaagen soll die Phicomm Smart Scale S7 nicht nur eine Körperanalysewaage sein, sondern gleichzeitig eine innovative Smart Home Solution darstellen.

Verpackung und Lieferumfang

Geliefert wurde die Smarte Körperanalysewaage in einer schlichten, modernen Verpackung, auf der die wichtigsten Funktionen abgedruckt wurden.

Im Inneren der Verpackung befinden sich dann die Waage, der separate Handgriff, eine deutsche Bedienungsanleitung, ein Micro-USB Ladekabel und ein Verbindungskabel für den Handgriff.

Zusätzlich gewährt Phicomm eine freiwillige Herstellergarantie von 24 Monaten, die über einen beigelegten Garantieschein belegt wird.

20180702_172436

Soweit zum Grundumfang. Doch kommen wir nun zum ersten großen Vorteil gegenüber vielen Konkurrenzprodukten: In der Phicomm Smart Scale S7 wurde ein leistungsstarker 2000mAh Lithium-Akku verbaut, sodass die Waage nicht dauerhaft an das Stromnetz angeschlossen oder über Batterien betrieben werden muss. Nach Angaben des Herstellers hält der Akku bei voller Ladung für mindestens ein Jahr, sodass man die Waage wirklich „smart“ in jede Wohnung integrieren und platzsparend verstauen kann. Da ich das Gerät bisher erst für einige Wochen im Einsatz hatte, kann ich diesen Wert zwar noch nicht bestätigen, allerdings zeigt meine Waage auch noch einigen Wochen intensiver Nutzung noch die volle Akkuladung an, sodass ich die Herstellerangaben für durchaus realistisch halte.

Einrichtung und Konfiguration

Für die Einrichtung der Körperfettwaage wird neben einer stabilen WLAN-Verbindung die Phicomm-Health-App benötigt. Hat man diese installiert, wird man Schritt für Schritt durch den Einrichtungsprozess geführt.

Vor der ersten Nutzung der Waage muss man zuerst ein Benutzerkonto bei Phicomm registrieren. Dies funktioniert entweder manuell per Email-Adresse und Passwort oder per Google- oder Facebook-Konto.

Anschließend geht es an die persönlichen Informationen wie Geschlecht, Größe, Gewicht und Alter, die der Algorithmus der Waage später nutzt, um möglichst genaue Messwerte zu errechnen.

Hat man sich erfolgreich registriert und seine Daten eingetragen, kann man auch schon die Waage mit dem WLAN-Netzwerk verbinden. Wer dabei Unterstützung benötigt, findet detailliert Informationen zur Einrichtung sowohl in der Bedienungsanleitung als auch in der App selbst.

Über die Phicomm-Health-App muss man lediglich die Waage auswählen und diese in den Einrichtungszustand versetzen. Dieser ist beim ersten Start automatisch eingestellt, kann aber auch durch kurzes Drücken der Reset-Taste erreicht werden. Blinkt die Waage wie in der App angegeben, bestätigt man dies in der App und wählt „Mit WLAN Verbinden“ aus.

Nach einigen Sekunden erhält man dann die Bestätigung für die erfolgreiche Verbindung und kann die Smart Scale fortwährend uneingeschränkt nutzen.

Grundlegende Funktionen

Die Phicomm Smart Scale S7 schaltet sich nach dem Betreten automatisch ein. Man muss nur per App den Befehl geben, die Körperanalyse zu starten und innerhalb weniger Sekunden bekommt man eine detaillierte Übersicht über seine persönlichen Messwerte in der App angezeigt. Gemessen wird mittels einer Bioelektrischen Impedanzanalyse, welche zu den gängigsten Messarten bei Körperfettwaagen zählt.

Insgesamt kann die Smart Scale bis zu 22 Messwerte erfassen, darunter:

  • Gewicht
  • BMI
  • Biologisches Alter
  • Körperfett
  • Muskelmasse
  • Wassergehalt
  • Protein
  • Viszerales Fett
  • Knochenmasse

Jeder gemessene Wert wird aufgezeichnet und im eigenen Benutzerkonto gespeichert, sodass man seinen Trend einfach verfolgen und leichter auf seine selbstgesteckten Ziele hinarbeiten kann. Einfache und dennoch ansprechende Visualisierungen helfen dabei, die Messwerte besser zu verstehen.

Basierend auf den Messergebnissen gibt die App sogar persönliche Empfehlungen, die meiner Meinung nach jedoch noch nicht ausgereift bzw. einfach schlecht übersetzt worden sind. So wurde mir bei einiger meiner Messungen mitgeteilt, mein biologisches Alter wäre „zu groß“ oder ich wäre trotz hoher Muskelmasse „dick“ und hätte einen „fettleibigen“ Figurentyp. Nun mache ich mich aufgrund solcher Aussagen nicht verrückt, bin ich doch mit keinem Körper im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Jemand mit weniger Selbstbewusstsein jedoch könnte bei solchen übertriebenen Aussagen und Einschätzungen schnell magersüchtig werden und das kann wohl kaum im Interesse des Herstellers liegen. Hier würde ich mir also eine Nachbesserung der Software wünschen, gerade weil Aussagen wie „fettleibig“ und „fast normaler“ Körperzustand nicht weiter definiert und erklärt werden.

Andere Nutzer

Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen die ich bisher getestet habe, kann man bei der Phicomm Smart Scale S7 ganz einfach zusätzliche Nutzer hinzufügen. Dazu kann man insgesamt bis zu zehn Benutzerkonten über die App auf eine Waage anmelden, sodass auch Familienmitglieder und Freunde das Gerät problemlos nutzen können.

Messgenauigkeit

Kommen wir nun zum wichtigsten Punkt bei einer Körperanalysewaage, der Messgenauigkeit. Was bei der Waage von Phicomm meiner Meinung nach extrem wichtig ist, ist der im Lieferumfang enthaltene Handgriff. Zwar kann man diesen auch weglassen und eine klassische 4-Punkt-Messung vornehmen, jedoch steigt die Messgenauigkeit durch die zusätzlichen vier Messpunkte an der Hand extrem. Schließlich wird bei einer Bioelektrischen Impedanzanalyse ein leichter elektrischer Impuls durch den Körper geschickt, woraufhin dann abhängig vom registrierten Widerstand von der Waage die Körperzusammensetzung errechnet werden kann. Nutzt man das Gerät ohne Handgriff, verliert sich der elektrische Impuls schon auf Hüfthöhe, während er mit Handgriff durch den gesamten Körper fließen kann und die Messgenauigkeit somit stark steigt.

Ich habe die Messwerte mit insgesamt vier anderen (sehr hochpreisigen) Körperfettwaagen verglichen und konnte keine großen Schwankungen oder Abweichungen feststellen, sodass ich davon ausgehe, dass die Messungen sehr genau und zuverlässig sind. Während ich bei anderen Körperfettwaagen oft schon das Problem hatte, dass mein Gewicht scheinbar innerhalb von Sekunden um einige Kilogramm variiert hat, hat die Phicomm Waage auch nach mehrmaligen Messungen hintereinander immer gleiche Werte ausgegeben. Dicker Pluspunkt!

Wichtig bei der Nutzung ist lediglich, dass Ihr darauf achtet, die Waage auf einem festen Untergrund zu benutzen, da es sonst schnell zu ungenauen Messungen kommt. Außerdem ist es ratsam, sich immer am Morgen vor dem Frühstück zu wiegen, damit keine Messungenauigkeiten durch die Nahrungsaufnahme entstehen können und ihr auf Dauer vergleichbare Werte bekommt.

Fazit

Die Körperfettwaage von Phicomm kostet laut UVP des Herstellers 99 Euro und siedelt sich damit im Mittelpreissegment an. Ich habe die Waage nun seit mehreren Wochen im Einsatz und bin extrem zufrieden damit. Meiner Meinung nach gibt es momentan kaum bessere Geräte zu einem vergleichbaren Preis. Sowohl das Design als auch die Verarbeitung sind top und die Messwerte scheinen sehr genau zu sein. Dank langlebigem Akku kann man das Gerät jederzeit bequem umräumen und hat kein Problem mit „Kabelsalat“. Zudem finde ich die Anbindung per WLAN wesentlich stabiler und besser als per Bluetooth, wie es bei vielen anderen Geräten (noch) der Fall ist.

Einzig die App bietet noch ein wenig Verbesserungspotential. Wenn man trotz gutem und fittem Körper gesagt bekommt man wäre „fettleibig“, dann kann das schon Mal auf das Gemüt schlagen. 😉 Sowas darf man natürlich nicht so eng sehen, bleibt es doch jedem selbst überlassen in wie weit man auf solche Aussagen vertraut – ist doch klar, dass eine einfache App keinen Arzt ersetzen kann. Dennoch sollte dies bald nachgebessert werden, denn dann gibt es wirklich absolut keine Kritikpunkte mehr für mich an der Smart Scale S7 von Phicomm.

Ein Kommentar zu „Produkttest: Phicomm Smart Scale S7 – Körperanalysewaage

Hinterlasse einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s