Motivation: 5 absolut inspirierende weibliche Vorbilder

Genauso wie Männer sollten auch Frauen überall die Möglichkeit haben, einen aktiven Lebensstil zu führen, damit sie ihre persönlichen Gesundheitsziele erreichen können. Dabei können Sportlerinnen, die die Grenzen ihrer gewählten Sportart überschritten und uns allen einen neuen Weg geebnet haben, extrem motivierend wirken. In diesem Artikel möchte ich euch deshalb 5 Frauen vorstellen, die für uns alle ein Vorbild sind!

1. Kathrine Switzer

Im Jahr 1967 bezahlte Kathrine Switzer ihre Anmeldegebühr von 3 US-Dollar und meldete sich als „K.V. Switzer“ für den Boston-Marathon an. An einem kalten und verschneiten Tag führte sie als erste Frau das Rennen offiziell durch – und das obwohl ein Rennleiter sogar versuchte, sie mit Gewalt vom Rennen abzuhalten. Glücklicherweise wurde er aber von Switzers Freund zu Boden geworfen und konnte so keinen Schaden anrichten.

Die Folge: Switzer gewann 1974 den New York City-Marathon und lief 1975 in Boston eine persönliche Bestzeit von 2:51:37. In den 1970er Jahren leitete die Schweizerin die Verantwortung für die Aufnahme des Frauenmarathons in die Olympischen Spiele, ein Ziel, das sie schlussendlich im Jahr 1984 bei den Spielen in Los Angelas erreichte. 2017, zum 50. „Jahrestag“ ihres historischen Laufs, lief sie erneut den Boston-Marathon – diesmal zusammen mit 13.700 anderen Frauen.

„Wenn ich jetzt zum Boston-Marathon gehe, habe ich nasse Schultern – Frauen fallen mir weinend in die Arme“, sagte die Schweizerin 2013. „Sie weinen vor Freude, weil das Laufen ihr Leben verändert hat.“

2. Jen Thompson

Im Mai 2019 gewann die 45-jährige Jen Thompson ihren 11. International Powerlifting Federation Open Classic-Titel, was ihren bis dato ohnehin schon legendären Status in dieser Sportart noch zusätzlich untermauert hat. Die Wissenschaftslehrerin Thompson, die für ihre erstaunliche Kraft beim Bankdrücken bekannt ist, hält derzeit fünf IPF-Weltrekorde in den Gewichtsklassen 63 und 72 Kilogramm, zwei davon in der Kategorie Bankdrücken. Thompson, ein wahres Vorbild für weibliche Kraft, hält einen Weltrekord von 144 Kilogramm im Bankdrücken, von 202,5 Kilogramm im Kreuzheben und von 147,5 Kilogramm bei Squats. Sie begann 1999 mit dem Kraftdreikampf mit dem Ziel, der Welt zu zeigen, dass man nicht wie ein Mann aussehen muss, um wie einer zu heben. Nun ist es nur noch eine Frage, wie viel sie als nächstes heben wird.

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3. Ronda Rousey

Ronda Rousey startete ihre sportliche Karriere, indem sie als erste Amerikanerin eine olympische Medaille im Judo gewann, und zwar die Bronzemedaille bei den Sommerspielen 2008 in Peking. Mit 21 Jahren zog sie sich aus dem Judo zurück und entschied sich stattdessen für Mixed Martial Arts. Im November 2012 wurde Rousey die erste Frau, die von der UFC unter Vertrag genommen wurde. Bekannt für einen explosiven und dominanten Kampfstil, verzeichnete Rousey in ihren vier Jahren bei der UFC einen 12-2-0-Rekord und eine 2-1/2-Jahres-Serie ohne Niederlage.

Sie brachte eigenhändig Mixed Martial Arts der Frauen in den amerikanischen Mainstream und war später für Mädchen auf dem gesamten Globus ein positives Vorbild, als sie offen darüber diskutierte, warum sie absichtlich 7 Kilogramm zugenommen hatte, um in der Sports Illustrated Swimsuit-Ausgabe zu erscheinen. 2018 wurde Rousey als erste Kämpferin in die UFC Hall of Fame aufgenommen.

4. Gal Gadot

Wir alle kennen Gal Gadot als Wonder Woman, aber wusstet Ihr, dass sie vorher ihre Stärke und Körperlichkeit durch zwei Jahre Dienst bei den israelischen Streitkräften unter Beweis gestellt hat? Die in Petah Tikva, Israel, geborene 34-Jährige war Kampftrainerin und unterrichtete Soldatenkollegen in Gymnastik und Krafttraining. In Vorbereitung auf „Wonder Woman“ trainierte Gadot sechs Stunden am Tag – zwei Stunden im Fitnessstudio, zwei Stunden Kampfchoreografie sowie Schwertkampf und zwei Stunden Reiten. Sie sagt, dass sie fast 10 Kilogramm an Muskeln für die Rolle gewonnen hat, die letztendlich Comic-Fans auf der ganzen Welt  das gab, worauf sie lange gewartet hatten: eine starke, intelligente Superheldin im Zentrum ihres eigenen Films.

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5. Serena Williams

In unglaublichen zwei Jahrzehnten der Dominanz hat Serena Williams mit ihrem Aufschlag, ihrer Vorhand sowie ihrer zweihändigen Rückhand, die wohl allesamt zu den stärksten Schlägen in der Geschichte des Frauentennis zählen, 23 Grand-Slam-Einzeltitel, 14 Grand-Slam-Doppeltitel und zwei Grand-Slam-Mixed-Doppeltitel gesammelt. Im Juli 2002 wurde sie im Alter von 20 Jahren zum ersten Mal auf der Weltrangliste geführt. Seitdem hat sie 319 Wochen lang die Nr. 1 inne, einschließlich 186 aufeinanderfolgender Wochen von Februar 2013 bis September 2016. Williams hat neu definiert, was für viele Sportlerinnen bis dahin absolut undenkbar gewesen ist, denn sie hat 2017 die Australien Open gewonnen, ohne einen einzigen Satz zu verlieren – und jetzt kommt der eigentlich Clou: Und das obwohl sie die gesamten 8 Wochen über schwanger war. Im Jahr 2019, im Alter von 37 Jahren, hat sie ihren Top-10-Status wiedererlangt. Williams wird von vielen als die größte Tennisspielerin aller Zeiten angesehen und als kulturelle Ikone weithin verehrt. Sie hat sich mehrfach für ein positives Körperbild und die Gleichberechtigung der Rassen ausgesprochen und stets die Verantwortung begrüßt, Vorbild für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt zu sein.

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