Motivation: Fair Play – Nicht nur im Sport!


Auch wenn der heutige Beitrag zur Abwechslung mal ein wenig kürzer wird, ist er dennoch ungleich wichtig und eine echte Herzensangelegenheit meinerseits. Ich möchte nämlich meine Gedanken zum Thema Fair Play mit euch teilen – eine Thematik, die im Sport zwar oft adressiert wird, im alltäglichen Leben meiner Meinung nach aber meist viel zu kurz kommt. Und das sollten wir schleunigst ändern!

Wir hören den Ausdruck „Fair Play“ meistens in Bezug auf Sportwettkämpfe oder verstehen ihn als eine Art sportliche Einstellung. Da ich selbst einen relativ stark ausgeprägten sportlichen Hintergrund habe, bin ich quasi mit den Prinzipien des Fair Play aufgewachsen und habe diese inzwischen zu einem Teil meiner allgemeinen Lebenseinstellung gemacht.

Wenn wir an Fair Play denken, haben wir in der Regel bestimmte Einstellungen im Hinterkopf, die Spieler / oder Menschen charakterisieren, einschließlich:

  • einer unparteiischen Bewertung eines Sachverhaltes
  • die Gleichheit zwischen Gegner bzw. unterschiedlichen Personen
  • Respekt für den Gegner bzw. eine andere Person

Bei sportlichen Wettkämpfen gibt es das Verlangen nicht, um jeden Preis zu gewinnen. Der Sport bringt Menschen unterschiedlicher Nationen, Kulturen, Milieus und Religionen zusammen und innerhalb eines Wettkampf erlebt man sowohl Hoffnung und Freude als auch Enttäuschung und Scheitern. Während man sich selbst zwar meist bis an die absoluten Leistungsgrenzen drängt und seinen Körper mit unvorstellbaren Belastungen konfrontiert, zeigt man trotz aller Emotionalität stets Respekt für seine Mitstreiter und stellt das Wohlbefinden seines Gegenübers über den sportlichen Sieg. Fairer Wettbewerb, Respekt, Freundschaft, Teamgeist, Gleichheit, Sport ohne Doping, Respekt vor schriftlichen und ungeschriebenen Regeln wie Integrität, Solidarität, Toleranz, Fürsorge, Exzellenz und Freude sind die Bausteine des Fair Play, die sowohl erlebt als auch gelernt werden können – auf und neben dem Feld. Doch im Gegensatz zum sportlichen Umfeld kommt Fair Play im Alltag immer wieder viel zu kurz…

Im Alltag gibt es immer wieder Menschen, die in ihrem unstillbaren Verlangen nach Erfolg oder aufgrund einer bizarren Weltanschauung buchstäblich „über Leichen gehen“ und dabei soziale Normen, Werte und das Wohlergehen vieler Menschen mit Füßen treten. Der Schmerz oder die Gefühle anderer Menschen werden zur Nebensache. Ich selbst habe solche Situationen schon des Öfteren miterlebt und ich bin mir sicher, dass auch Ihr das bereits habt. Die systematische Unterdrückung schwächerer, im Volksmund auch bekannt als Mobbing, der Hass auf Andere nur weile diese eine andere Hautfarbe, Gesinnung, Religion o.ä. haben (Rassismus), all das sind besorgniserregende Trends, die in den letzten Jahren immer stärker zugenommen haben und die die fundamentalen Grundpfeiler des Fair Play auf das tiefste verletzen.

Leider ist diesbezüglich (noch) keine Besserung, geschweige denn eine Heilung in Sicht. Wir sind selbst für unser Denken und Handeln verantwortlich. Deswegen sage ich auch immer, wir sollten andere genauso behandeln, wie wir uns selbst behandeln. Wir sollten immer fair bleiben und mit gutem Beispiel für andere vorangehen. Und auch wenn wir aufgrund von Voreingenommenheit oder Vorurteilen schnell zu einer Art Schubladendenken tendieren, sollten wir uns immer vor Augen führen, dass hinter einem anderen Menschen mehr steckt, als nur die blanke Oberfläche, die wir zu kennen glauben. Jeder hat seine Geschichte – und wir sollten diese Geschichte respektieren, auch wenn sie nicht kennen!

Respekt, Anerkennung, Zusammenhalt – das ist es, was Fair Play für mich bedeutet. Und deshalb sollte Fair Play meiner Meinung nach zu einem elementaren Grundpfeiler unserer Gesellschaft werden!