Fitnessstudiotypologie: 13 Besucher die jeder kennt

Diejenigen unter euch, die regelmäßig ins Fitnessstudio gehen, kennen das vielleicht: Man sitzt auf seiner Bank, macht brav und fokussiert seine Übungen und … na was ist das denn? Macht der da nebenan wirklich ein Workout? Oder übt der vielleicht nur für seinen nächsten Zirkusauftritt? Und wenn der Kerl hinter mir doch wenigstens ein bisschen leiser beim Training sein könnte! Mhh, warum redet die Dame hinter mir eigentlich ununterbrochen mit Ihrer Freundin?

Naja leider bzw. zum Glück gibt es viele verschiedene Fitnessstudiotypen – und zwar von beiden Geschlechtern. Egal wo und in welchem Fitnessstudio ihr seid, ihr findet sie überall. Die häufigsten bzw. auffälligsten möchte ich euch in dieser Liste nun etwas näher vorstellen. Vielleicht wird es euch in der einen oder anderen Situation ja helfen, euch trotzdem besser aufs Training konzentrieren oder einfach schnell genug davonlaufen zu können. 😉

  1. Der Modesünder
    Es gibt viele Arten und Kombination von Sportbekleidung die man bedenkenlos im Fitnessstudio tragen kann. Von zweckmäßig funktional bis eng und sexy geschnitten darf gern alles dabei sein. Der Modesünder hat die Wahl der Sportbekleidung allem Anschein nach jedoch im Vollrausch oder im Kindesalter gekauft. Wenn die Rettungsringe vorne bereits aus dem Shirt quillen und man hinten jeden einzelnen Cellutite-Streifen zählen kann, sollte man sich doch vielleicht überlegen, mal etwas Geld in andere Bekleidung zu investieren.dress
  2. Die Drama-Queen
    Egal wie schwer die Gewichte sind, egal wie hart das Training ist, die Drama-Queen macht IMMER Drama. Man erkennt Sie am extrem lauten Stöhnen und anderen Geräuschen, die sie während jeder Übung macht. Als ob dies noch nicht genug wäre, werden die Gewichte am Ende dann noch möglichst aufsehenerregendst und völlig überzogen weggeschmissen, meist gefolgt von einem weiteren lauten Stöhnen. Versteht mich nicht falsch, hartes Training ist gut und wichtig. Aber es ist Training und nicht die Geburt eines Werwolfs! Naja, aber um das Training geht es der Drama-Queen sowieso eher weniger, es geht ja nur darum, möglichst viel Aufmerksamkeit zu erlangen …stupid
  3. Der Fitness-King
    Dieser Typus hebt die Drama-Queen auf ein noch höheres Level. Sein Training ist nicht noch lauter und unüberhörbarer, sondern wird zusätzlich von ständiger Selbstmotivation begleitet. Das hört sich dann meist so an: „Ja Mann, du schaffst es. Du bist ein Biest. Jaaaaa. Arghhhhh. Jawohl. Puh puh puh. Härter und härter jeden Tag. JEDEN TAG! JEDEN FUCKING TAG! Das ist mein Revier hier, MEIN REVIER. Niemand trainiert so hart wie ich, NIEMAND!“ Wohlgemerkt, dass alles während bzw. nach dem ersten Trainingssatz. Das Workout ist nicht einfach nur Training für den Fitness-King, es ist eine Art Schauspiel.impress.gif
  4. Der Narzist
    Hier ist das eigentliche Training nur Nebensache. Vielmehr geht es dem Narzisten darum, wie er selbst aussieht. Der einzige Grund für ihn ins Fitnessstudio zu gehen ist das eigene Aussehen. Nach und sogar zwischen den Übungen wird immer wieder gepost und der eigene Look im Spiegel überprüft. Am Besten werden Übungen auch nur mit einer Hand ausgeführt, damit man während des Trainings ständig das Shirt hochziehen und sich durch die Haare fahren kann. Frauen hingegen verzichten auf ersteres und kommen stattdessen komplett Geschminkt ins Studio. Ob man dadurch effektiver trainieren kann? Ich wage es zu bezweifeln …mirror
  5. Der Cross-Trainer
    Um sich die gefühlten € 500 Mitgliedsgebühren für ein Cross-Gym zu sparen, springt er einfach in deinem normalen Gym durch die Gegend und macht Übungen, die so auch auf einem Spielplatz in der Hölle praktiziert werden könnten. Egal ob hüpfen, laufen , Seilspringen, im Kreis drehen oder die verrücktesten Kombinationen aus den genannten, alles ist dabei. Achja: Natürlich geht das ganze Training dann noch auf Zeit. Wenn man mit seinem „normalen“ Workout im Weg steht, tja … dann wird man auch ab und an im wahrsten Sinne des Wortes einfach mal aus dem Weg geräumt. Braucht man wirklich so viel Equipment für so geringe Resultate?cross
  6. Die Fontäne
    Dieser Fitnessstudiotyp schwitzt immer, aber auch wirklich immer! Egal ob beim Warm-Up, nach der ersten Übung oder nach dem ganzen Training, der Fontäne läuft der Schweiß so stark herunter wie mir sonst nur das Wasser beim Duschen nach dem Training. Dabei kommt es nicht mal auf die Intensität des Trainings an, die Fontäne fängt wirklich bereits bei der kleinsten körperlichen Anstrengung an zu transpirieren. Kein Wunder, dass das gesamte Outfit dann spätestens nach 15 Minuten so aussieht, als wenn die Fontäne gerade eine „Ice-Bucket-Challange“ gemacht hätte. Nicht gerade cool wenn man nach ihm dieselben Geräte benutzen möchte … sewat
  7. Die Atombombe
    Unabhängig wie hart die Atombombe trainiert oder wie sehr sie schwitzt, sondert sie konstant einen Geruch aus, der einen ganz schnell auf die andere Seite des Studios laufen lässt – egal ob es dort Geräte/ Gewichte gibt, die für einen relevant sind. Dieser Typ riecht stark nach einer Zwiebel, die schon seit Monaten vergammelt und dann zusammen mit einem verrotteten Ei gebraten wird. Jeder im Fitnessstudio kennt und fürchtet die Atombombe.
    smell
  8. Der Sammler
    Ihr kennt das sicherlich auch: Es ist Montagabend und das Fitnessstudio ist gerammel voll. Um die gewünschten Gewichte zu bekommen, muss man einige Minuten warten oder sich mit jemandem abwechseln. Nach der ersten Übung schaut man sich dann nach anderen Gewichten für die nächste Übung um und was sieht man? Richtig, den Sammler. Inmitten des vollen Studios liegt er bequem auf seiner Hantelbank, umgeben von 50% der gesamten Gewichte des Studios. Geht man dann zu ihm und fragt ihn freundlich ob man das ein oder andere Equipment eventuell auch benutzen könnte, lehnt er dies zumeist ab. Er mache ja nur eine kurze Pause und brauche für die nächste Übung noch ALLE 20 Hanteln …mine
  9. Der Experte
    Egal welche Übung Ihr macht, egal wie Ihr sie macht, der Experte findet immer etwas, das Ihr besser machen könnt. Natürlich hält er dann auch nicht damit zurück, euer Training enthusiastisch zu unterbrechen und euch die seiner Meinung nach richtige Übungsausführung zu zeigen. Dazu dann noch ein paar spitzfindige Erklärungen wie, wo, was und warum die Übung so am besten wirkt und schon kann losgehen, oder? Nach dem ersten Satz heißt es dann: „Moment, warum hast du die Übung denn jetzt nicht genauso gemacht wie ich es dir gezeigt habe? Also nochmal von vorn … „. Versteht mich nicht falsch, ich finde es eigentlich richtig wenn sich die Leute im Fitnessstudio gegenseitig helfen und Anfängern auch mal die richtige Übungsausführung zeigen (schließlich kann falsches Training zu schlimmen Verletzungen führen). Aber nur weil man 2 Artikel auf Mens Health gelesen hat, ist man noch nicht gleich ein Fitnessexperte!expert
  10. Der Socializer
    Das Training ist dem Socializer überhaupt nicht wichtig. Er sieht das Fitnessstudio viel mehr als eine Möglichkeit um neue Kontakte zu schließen und seinen unaufhaltsamen Redebedürfnissen Luft zu machen. Sieht er auch nur die kleinste Gelegenheit dazu, spricht er dich an und versucht über die unterschiedlichsten Themen zu philosophieren. Sei es das Wetter, die neuesten Fußballergebnisse oder aktuelle Geschehnisse in der Politik, der Socializer findet kein Ende solange man das Gespräch – oder vielmehr den Monolog – nicht selbst energisch unterbricht. Erst danach kann man sich wieder in Ruhe dem eigenen Training widmen.
    talking
  11. Der Nörgler
    Schnell, schneller, so schnell wie möglich! Dies scheint das Motto des Nörglers zu sein. Meist kümmert es ihn nicht ob Ihr gerade mitten in einer Übung seid oder nicht. Er fragt wie lange Ihr noch brauchen würdet, da er das Gerät/die Gewichte auch gern verwenden würde. Nun, egal ob Ihr nun sagt ihr seid gerade im ersten Satz oder schon kurz vor dem Ende, der Nörgler scheint immer unzufrieden mit eurer Antwort zu sein. Danach lungert er dann immer um euch herum, nur um euch ständig stumme, ärgerliche Blicke zuzuwerfen. Wenn es nach ihm ginge, könntet Ihr euer Training mindestens doppelt so schnell beenden und endlich Platz für ihn selbst machen. Warum sollte man auch flexibel sein und einfach mal vorher eine andere Übung an einem der 100!!! verschiedenen Geräten/Gewichten machen?!
    angry
  12. Der Tourist
    Diesen Typ sieht man in der Regel nur am Anfang des Jahres, also im Januar und Februar. Nachdem er sich mal wieder viele gute Vorsätze für das neue Jahr gesetzt hat, versucht der Tourist diese dann in den ersten Monaten auch wirklich umzusetzen. Er geht regelmäßig ins Studio, macht fleißig seine Übungen (auch wenn die meisten leider haarsträubend falsch ausgeführt werden) und murmelt unaufhaltsam vor sich her, dass dies nun sein neues Ich sei und er nur noch Gemüse und andere gesunde Sachen essen würde. Nach spätestens acht Wochen sieht man den Touristen dann allerdings für den Rest des Jahres nicht mehr.
  13. new
  14. Der Underdog
    Last but not least, der Underdog. Niemand bemerkt ihn so richtig und das ist auch gut so! Denn der Underdog geht wirklich nur ins Fitnessstudio, um dort fleißig zu trainieren und an seinem Körper zu arbeiten. Er möchte niemanden im Weg stehen, keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen und einfach nur seine Übungen absolvieren, um danach wieder nach Hause zu gehen. Er ist quasi der unbesungene Held eines jeden Fitnessstudios. Da ihn aber meistens niemand bemerkt, bekommt er auch von niemanden die Anerkennung die er verdient. Deshalb möchte ich ihm an dieser Stelle meine Bewunderung aussprechen: Gute Arbeit, wir sollten alle versuchen, mehr wie du zu sein!
    workout

Ich hoffe diese kleine Zusammenstellung hat euch gefallen. Falls ich eurer Meinung nach einen wichtigen Typ vergessen habe, schreibt ihn einfach in die Kommentare. 🙂

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