Motivation: Die Kunst zu scheitern

Nach meinem allerersten Besuch im Fitnessstudio war ich mehr als aufgeregt! Ich meine, da gab es diese wundersamen Dinge namens „Kurzhanteln“ und „Langhanteln“, welche die Fähigkeit besitzen sollten, die Form meines Körpers grundlegend zu verändern. Verrückt! Ich war im wahrsten Sinne des Wortes aufgepumpter als diese Möchtegern-Bodybuilder mit Ihren weit ausgeschnitten Shirts und einer Dose Red Bull in der Hand …Nur, dass ich nicht diese weit ausgeschnitten T-Shirts trage. Und auch kein Red Bull trinke. Aber trotz meines anfänglichen Enthusiasmus‘ habe ich in den ersten fünf Jahre, in denen ich Kraftsport betrieben habe, niemals besonders gute Resultate erzielt.

Hauptsächlich lag es daran, dass ich alle zwei Wochen zwischen meinen Trainingseinheiten gewechselt habe und niemals motiviert genug war, eine bestimmte Routine für mehr als 14 Tage beizubehalten. Wir Ihr euch vorstellen könnt, nicht gerade die beste Kombination. In der Folge sahen meine ersten fünf Trainingsjahre in etwa so aus: Nicht wirklich spaßig!

Also, wie bin ich letztendlich darüber hinweggekommen und habe meinen Körper trotzdem verändern können? Sicher könnte ich jetzt sagen, dass ich aufgehört habe, so viel Mist zu essen. Oder ich könnte eine klischeehafte Rede mit Hans Zimmer Musik im Hintergrund abhalten, in der ich euch erzähle, dass ich es aufgrund meines starken Willens geschafft habe. Aber die Wahrheit ist, dass ich mir selbst erlaubt habe zu scheitern. Klingt sexy, nicht wahr? 😉

Und mit scheitern meine ich nicht nur die Art im Sinne von „Oh jetzt habe ich meine Diät ruiniert, gleich am Montag starte ich einen neuen Versuch“. Nein, scheitern wurde ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr zu einem Rückschlag. Stattdessen wurde es zu einem notwendigen Schritt in meinem Leben um meinen Zielen ein Stück näher zu kommen. Klar, wenn ich 5000 kcal an Eiscreme und Schokolade in mich hineingestopft habe hatte ich danach zunächst ein sehr schlechtes Gefühl …

… doch ich wusste auch, dass es mir die Gelegenheit gibt, meine Essgewohnheiten und Gelüste zu analysieren um zukünftige Fressattacken zu vermeiden. Beim nächsten Mal konnte ich es dann ganz einfach verhindern.

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Wenn Ihr also das nächste Mal scheitert – egal um was es sich dabei handelt, Fitness, Diät, Job, Privatleben – stelt euch diese zwei Fragen:

  1. Warum bin ich gescheitert?
  2. Was kann ich beim nächsten Mal besser machen?

Mal ein Workout zu verpassen oder einen schlechten Tag zu haben bedeutet nicht gleich das Ende der Welt. Es kommt darauf an wie Ihr mit Rückschlägen umgeht. Genau das wird letztendlich euren Erfolg oder Misserfolg bestimmen. Mit jedem Klimmzug kommt Ihr eurem ultimativen Ziel ein Stück näher: Wenn Ihr das Wort versagen auf den Kopf stellt und anfangt, es als notwendigen Schritt auf dem Weg zu eurem persönlichen Erfolg anzusehen, dann wird sich alles ändern.

Für diejenigen unter euch, die Schwierigkeiten dabei haben ihrem Körper den gewünschten Schliff zu verpassen, ist das Problem vielleicht nicht, dass Ihr bisher an eurem Ziel gescheitert seit. Vielleicht seit Ihr einfach noch nicht oft genug gescheitert!

Während ich 100% zustimme, dass Scheitern notwendig ist, um langfristige Ergebnisse zu erhalten, muss man sich dabei aber nicht gleich dumm anstellen. Folgt nicht irgendwelchen Radikaldiäten, nehmt keine betrügerischen Nahrungsergänzungsmittel oder trainiert absichtlich falsch, nur um zu scheitern. Ihr solltet von Anfang an einen soliden Trainings- und Ernährungsplan haben. Dann müsst Ihr auch keine fünf Jahre „leiden“ so wie ich, sondern werdet durch eine ausgewogene Mischung aus Erfolgen und Misserfolgen schon bald eure Ziele erreichen! 🙂

Was denkt Ihr über das Scheitern auf dem Weg zum Erfolg? Ist es notwendig oder kann man auch ohne Rückschläge dauerhaft erfolgreich sein? Lasst es mich in den Kommentaren wissen! 🙂

 

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