Ernährung: Die gesundheitlichen Vorteile von Kurkuma


Kurkuma wird in Indien seit Tausenden von Jahren sowohl als kulinarisches Gewürz (es verleiht Currypulvern die gelbe Farbe) als auch als Heilkraut verwendet. Bereits lange bevor es in eure Speisen und Getränke gelangte, haben westliche Kräutermediziner es als kraftvolles und allgemein wirksames Kraut mit einer Vielzahl von Indikationen und medizinischen Anwendungen verwendet.

Während die aktuelle Forschung zu Kurkuma sicherlich „vielversprechende“ Ergebnisse für die Vorbeugung und Behandlung vieler gesundheitlicher Probleme liefert, ist es noch ein langer Weg, bis wir vollständig verstehen, wie Kurkuma uns und unserer Gesundheit wirklich nützen kann. Meiner Meinung nach ist es jedoch dennoch ein Gewürz, das es wert ist, regelmäßig in die Ernährung aufgenommen zu werden.

Kurkumin – der aktive Inhaltsstoff in Kurkuma

Kurkuma ist reich an vielen Verbindungen, die medizinische Eigenschaften mit sich bringen. Am weitesten erforscht ist eine Gruppe von Verbindungen, die Kurkuminoide genannt werden (insbesondere Kurkumin scheint hierbei der gesundheitsfördernste Wirkstoff in Kurkuma zu sein). Kurkuma enthält nur eine sehr geringe Menge Kurcumin und seine Absorptionrate wird durch Einnahme mit schwarzem Pfeffer und Fett (da es sich um eine fettlösliche Verbindung handelt) erheblich verbessert. Während Kurkuma im Ganzen (frische oder getrocknete Wurzel) nur etwa 3 % Kurkumin besitzt, enthalten konzentrierte Nahrungsergänzungsmittel viel höhere Mengen an aktiven Kurkuminoiden (mit einer viel größeren medizinischen Wirkung).

Kurkuma_Gesundheit

Antioxidative und entzündungshemmende Wirkung von Kurkuma

Die meisten degenerativen Erkrankungen, mit denen westliche Gesellschaften konfrontiert sind, hängen mit oxidativem Stress und chronischen Entzündungen zusammen. Da Kurkuma ein starkes Antioxidans ist und ausgeprägte entzündungshemmende Eigenschaften besitzt, hilft es effektiv dabei, eine Reihe allgemeiner Gesundheitsprobleme zu verhindern und zu behandeln. In einigen Studien wurde zum Beispiel seine Wirksamkeit bei der Bekämpfung von Entzündungen im Vergleich zu entzündungshemmenden Arzneimitteln positiv bewertet – jedoch ohne dass eine Nebenwirkung festgestellt wurde.

Einige der Bereiche, in denen Kurkuma verstärkt medizinisch erforscht wird, zielen auf die Prävention und Behandlung von Herzerkrankungen, Alzheimer, Arthritis, verschiedenen Krebsarten, Atemwegserkrankungen, Allergien, Immununterstützung, einer Reihe von Verdauungsstörungen, Hauterkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Lebererkrankungen, Typ 2 Diabetes, hohem Cholesterinspiegel und Depression ab, wobei bisher bereits vielversprechende Resultate erzielt werden konnten.

Lebensmittel als Medizin

Obwohl ich nicht glaube, dass wir unsere Ernährung auf ein Lebensmittel oder einen Nährstoff allein stützen sollten, ist Kurkuma ein Gewürz, das sich leicht (und köstlich) in die Ernährung integrieren lässt.

Kurkuma-Anwendungen

Also dachte ich mir, ich teile einfach mal 10 Möglichkeiten, mit denen Ihr das Gewürz regelmäßig genießen (abgesehen von den obligatorischen Currys) und somit von seinen gesundheitlichen Vorteilen profitieren könnt:

  • In Smoothies: Es kann wirklich zu jeder euer Lieblings-Smoothie-Kombinationen hinzugefügt werden. Eine der beliebtesten immunsystemunterstützenden Mischungen von mir ist eine halbe frische Ananas, 2 cm Stück Ingwer, 2 cm Stück frische Kurkuma-Wurzel (oder ein Teelöffel gemahlene Kurkuma), eine Tasse gekühltes Kokoswasser, ein Esslöffel Kokosöl und eine Portion schwarzer Pfeffer (um die Absorption des Curcumins zu unterstützen) sowie ein paar gehäufte Esslöffel Natur- oder Kokosjoghurt (Eis optional). Und falls euch das nicht anspricht, dann könnt Ihr euch hier jede Menge weiterer Inspirationen holen: Gesunde Smoothies von marvinsfitnessblog.
  • In eurem Porridge oder Müsli: Mischt eine Prise Kurkuma mit Zimt sowie ein wenig Honig fügt es zu eurem Porridge hinzu .
  • In Bonbons: Bereitet ein paar selbstgemachte Geleebonbons zu (mit Saft und Gelatine/ Agar Agar) und fügt etwas Kurkuma hinzu. Dadurch entsteht nicht nur eine wunderbare Geschmackskombination, auch die Farbe wird zu einem echten Hingucker!
  • In Heißgetränken: Fügt Kurkuma zu einer gesunden heißen Schokolade oder einem hausgemachten Chai-Tee hinzu.
  • In Gebäck: Der Eigengeschmack von Kurkuma wird besonders von Schokolade extrem stark überlagert, sodass Ihr euer Gebäck mit Kurkuma gesundheitlich um ein Vielfaches aufwerten könnt, ohne es dabei geschmacklich zu verändern.
  • Im Rührei: Rührei + Kurkuma + Kreuzkümmel = Super köstlich!
  • In Avocadogerichten: Zedrückte Avocado mit Meersalz, Kurkuma, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft schmeckt einfach köstlich!
  • Als Gewürzmischung: Verment Kurkuma etwas Meersalz, schwarzem Pfeffer sowie Olivenöl und gebt es als leckere Gewürzmischung über Ofengemüse.
  • In Suppen: Schnell, einfach und lecker.
  • In hausgemachten Salatdressings: Es muss ja nicht imer das Standard 0-8-15 Dressing sein, oder?!

Und abschließend hier noch ein paar meiner Lieblingsrezepte mit Kurkuma:

Das Beste an Kurkuma ist, dass es sich so vielseitig und einfach in die tägliche Ernährung integrieren lässt. Experimentiert also so viel es geht – es ist ein fabelhaftes Beispiel für Lebensmittel als Medizin!