Rezept: Indisches Linsencurry

Dieses vegane rote Linsencurry ist ein köstliche fleischlose Alternative zu klassischem Hühnchen-, Fisch-. oder Lammcurry! Es ist einfach und schnell zubereitet und eignet sich damit perfekt als gesundes Abendessen für einen stressigen Tag unter der Woche! Außerdem ist dieses Curry super cremig und gehaltvoll – und das obwohl es ausschließlich mit gesunden veganen Zutaten zubereitet wird!

Wenn Ihr “Linsen” hört, denkt Ihr wahrscheinlich nicht an eine üppige, dekadente Mahlzeit. Ihr denkt wahrscheinlich viel mehr an gesunde, nahrhafte und wenn wir ehrlich sind, vielleicht sogar an ein wenig langweilige Kost. Aber ich bin hier, um eure Welt auf den Kopf zu stellen und euch mit diesem ultra-cremigen, ultra-leckeren veganen Curry aus roten Linsen ein ganz anderes Bild von Linsen zu vermitteln!

Die Zutaten für dieses indische Linsencurry

  • Ingwer, Knoblauch und Chili – Die Zubereitung dieses Currys beginnt mit frischem Ingwer, Knoblauch und grünen Chilischoten, um viele der klassischen indischen Aromen zu liefern.
  • Kurkuma – Die meisten indischen Linsencurry-Rezepte enthalten Kurkuma. Und warum auch nicht? Es gehört sicherlich zu den Superstars unter den Nahrungsmitteln mit entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften. Der Hauptwirkstoff in Kurkuma – Kurkumin – blockiert nicht nur schädliche freie Radikale im Körper, sondern stimuliert auch die körpereigenen antioxidativen Mechanismen. Die gesundheitlichen Vorteile von Kurkuma sind wirklich beeindruckend. Für dieses Rezept könnt Ihr sowohl frischen Kurkuma als auch gemahlenes Kurkuma-Gewürz verwenden.
  • Indische Gewürze – Ich liebe es zwar, meine indischen Rezepte mit ganzen Gewürzen zu verfeinern, aber ich wollte dieses Rezept so gestalten, dass es unter der Woche leicht zubereitet werden kann. Daher werden die Gewürze einfach nach dem Anbraten von Ingwer, Knoblauch und Chili hinzugefügt und brauchen dann lediglich 30 bis 60 Sekunden, um zu rösten.
  • Rote Linsen – Die Hauptzutat in diesem Rezept sind rote Linsen, keine Überraschung! Ihr könnt sowohl normale rote Linsen oder gespaltene rote Linsen verwenden. Die gespaltenen Linsen sind in südasiatischen Lebensmittelgeschäften häufiger erhältlich und werden als Masoor Dal verkauft. Die gespaltenen Linsen kochen etwas schneller als die ungespaltene Sorte, ansonsten gibt es allerdings keinen wirklichen Unterschied.
  • Tomaten – Ich bevorzuge gehackte Tomaten aus der Dose (anstelle von gewürfelten oder frischen Tomaten), weil ich ihre dicke, saftige Konsistenz in einem cremigen Curry liebe.
  • Kokosmilch – Ich verwende für dieses Rezept Kokosmilch aus der Dose. Die Cremigkeit und der hohe Fettgehalt machen dieses Curry nicht nur äußerst lecker, sondern sie sind auch notwendig, um die Würze und Schärfe in diesem Curry auszugleichen. Wenn Ihr das Curry probiert, bevor Ihr die Kokosmilch hinzufügt, werdet Ihr feststellen, dass es relativ sauer (von den Tomaten) und scharf ist. Aber nachdem die Kokosmilch ein paar Minuten eingekocht ist, verwandelt es sich in ein völlig anderes Gericht.
  • Mandelbutter – Das ist meine geheime Zutat! Mandelbutter ist definitiv keine traditionelle Zutat in indischen Currys, aber viele nordindische Currys verwenden gemischte Cashewkerne, um die Cremigkeit zu erhöhen… also ist es nicht so anders, oder? Die Mandelbutter verleiht diesem Curry eine weitere Ebene der Reichhaltigkeit, zusätzlich zu einer subtilen süßen Nussigkeit, die einfach herrlich ist.
  • Zitronensaft und Koriander – Ich runde indische Rezepte immer gerne mit diesen beiden Zutaten ab. Der Zitronensaft verleiht den Gerichten einen Hauch von Frische und belebt die Aromen, während der Koriander die Gewürze ein Stück weit ausgleicht.

Wichtige Tipps für die Zubereitung dieses Rezepts

  • Spart nicht an Knoblauch, Ingwer und Gewürzen. Sie verleihen dem Gericht erst den authentischen Geschmack!
  • Wenn Ihr keine scharfen Speisen vertragt oder mögt, könnt Ihr die Chilischoten einfach weglassen. Wenn es ein wenig scharf sein darf, verwendet eine Chilischote ohne Kerne. Wenn Ihr es gerne mäßig scharf mögt, dann versucht es mit einer Chilischote inklusive Kernen. Und wenn Ihr es richtig scharf mögt, dann verwendet zwei Chilischoten mit Kernen.
  • Wenn Ihr keinen frischen Kurkuma findet, ersetzt ihn einfach durch 1 Teelöffel gemahlenen Kurkuma und fügen diesen mit den anderen gemahlenen Gewürzen zum Curry hinzu. Frische Kurkuma (und Ingwer) lassen sich am einfachsten mit einem Microplane oder einer kleinen Käsereibe zerkleinern.
  • Wenn sich die feste Creme der Kokosnussmilch oben abgesetzt hat, solltet Ihr die Kokosmilch zunächst in eine große Schüssel geben und mit einen Schneebesen aufschlagen, um Klumpen vollständig aufzulösen. Dann lässt sich die Kokosmilch anschließend leichter in das Curry einrühren.
  • Die Kochzeit hängt von der Art der Pfanne und der Sorte der Linsen ab, die Ihr verwendet. Wenn ich das Gericht in einer breiten, flachen Pfanne zubereite, werden die Linsen schneller weich (etwa 20-22 Minuten), als wenn ich einen Suppentopf oder einen Dutch Oven verwende (eher 30 Minuten). Wie bereits erwähnt, kochen rote Spaltlinsen auch etwas schneller als normale Linsen.
  • Die Mandelbutter kann je nach Bedarf und Geschmack auch durch Cashew oder Erdnussbutter ersetzt werden.
  • In einem luftdichten Behälter hält sich das Curry für bis zu 5 Tage im Kühlschrank. Länger könnt Ihr es in der Gefriertruhe lagern. Dort hält es sich für bis 3 Monate.

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Indisches Linsencurry

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 EL Kokosöl oder neutrales Pflanzenöl
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 5 cm Ingwer, geschält und fein gehackt
  • 1 EL gehackter frischer Kurkuma oder 1 TL gemahlener Kurkuma
  • 1-2 Chilischoten
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • 1/2 TL Chilipulver
  • 2 TL Currypulver
  • 1 TL Garam Masala
  • 200 Gramm rote Linsen
  • 500 Milliliter Gemüsebrühe
  • 1 Dose (400 Gramm) gehackte Tomaten
  • 1 Dose (400 Milliliter) Kokosmilch
  • 3 EL Mandelbutter
  • 1/2 Zitrone, der Saft davon
  • 8 Gramm frischer Koriander, grob gehackt
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung:

Die Linsen in kaltem Wasser abspülen, bis das Wasser klar ist. Eine große, tiefe Pfanne oder einen großen Kochtopf bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen und das Kokosöl hinzufügen. Sobald das Öl heiß geworden ist, Knoblauch, Ingwer, frischen Kurkuma (falls verwendet) und Chilischoten hinzufügen und 2 Minuten lang anbraten lassen. Dabei häufig umrühren, damit der Knoblauch nicht anbrennt. Nun Kreuzkümmel, Koriander, Chilipulver, Currypulver, Garam Masala sowie etwas Salz und Pfeffer hinzufügen und 30 bis 60 Sekunden anrösten, bis die Gewürze eine aromatischen Duft verströmen. Auch hier wieder regelmäßig umrühren, damit nichts anbrennt. Wenn Ihr anstelle von frischem Kurkuma gemahlenen Kurkuma verwendet, diesen an dieser Stelle ebenfalls mit hinzufügen.

Im nächsten Schritt, die Mischung mit der Gemüsebrühe aufgießen und mit einem Holzlöffel oder Spatel alle gebräunten Reste vom Topfboden abkratzen. Die Linsen und die gehackten Tomaten hinzugeben und gut verrühren. Anschließend die Hitze reduzieren, den Topf/die Pfanne mit einem Deckel abdecken und alles für 20 bis 25 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen durchgegart und aufgeweicht sind. Wenn die Linsen nach 25 Minuten noch nicht ganz weich sind, noch ein paar Löffel Brühe oder Wasser hinzufügen und für weitere 5 Minuten köcheln lassen. Danach den Deckel abnehmen und die Kokosmilch und das Mandelbutter einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und das Curry bei schwacher Hitze ohne Deckel für weitere 5 bis 10 Minuten köcheln lassen, bis es die gewünschte Konsistenz angenommen hat.

Zum Schluss Zitronensaft und Koriander einrühren und das Curry vom Herd nehmen. Wenn Ihr die Linsen noch cremiger haben möchtet, könnt Ihr das Curry mit einem Stabmixer leicht pürieren.
Serviert das Curry entweder pur oder mit Reis und/oder indischem Fladenbrot.

Lasst es euch schmecken! 🙂

Nährwerte pro Portion:

Brennwert: 508 kcal
Fett: 30,1 Gramm
Kohlenhydrate: 34,3 Gramm
-> davon Zucker: 7,4 Gramm
Ballaststoffe: 9,4 Gramm
Proteine: 19,1 Gramm