Muskelaufbau: Alles Wichtige über Muskelzittern

Es gibt nichts Schöneres als die Befriedigung nach einem hartem, anstrengendem und intensivem Workout. Ihr kennt das wahrscheinlich speziell vom Beintag: Vor dem Training fürchtet man sich schon fast vor der Tortur und den Anstrengungen die einem bevor stehen, doch sobald man sein Workout beendet hat, fühlt man sich extrem befriedigt und ist stolz auf sein eigenes Durchhaltevermögen.

Neben diesem Gefühl kommt es manchmal jedoch auch zu Muskelzittern bzw. unkontrolliertem Zucken. Es kann sowohl nach dem Workout als auch während des Trainings auftreten. In letzterem Fall hören viele Leute dann sogar deshalb auf zu trainieren weil sie denken, dass etwas komplett falsch läuft – ich kann euch jedoch beruhigen, in den meisten Fällen ist es alles andere als gefährlich und sollte weder euer Training beeinträchtigen, noch das Verletzungsrisiko erhöhen.

Muskelzittern während oder nach dem Workout ist ein sehr weit verbreitetes Phänomen bei Menschen, die in ihrem Training wirklich bis an ihre Grenzen gehen. In der Regel müsst Ihr euch darum wirklich keine Sorgen machen, da es meist so schnell verschwindet wie es gekommen ist. In einigen wenigen Fällen jedoch kann es jedoch auch ein Resultat von schlechter Vorbereitung oder einem unzureichendem Warm-Up sein, lasst uns deshalb nun einen Blick auf das Auftreten und die Ursachen von Muskelzittern beim Training wagen.

Wann tritt Muskelzittern auf?

Wenn Ihr euch bereits träge und müde vor dem Workout fühlt oder euer Workout zu leichtsinnig angeht, dann stehen die Chancen hoch, dass Ihr in den „Genuss“ von Muskelzittern kommt. Das gilt auch, wenn Ihr so hart wie gewohnt trainiert, obwohl Ihr euch eigentlich schwächer als sonst fühlt.

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Aber selbst wenn alles gut ist, Ihr euch perfekt fühlt und euer Workout absolut nach Plan verläuft und Ihr euch bis an eure absolute Leistungsgrenze getrieben habt kann Muskelzittern auftreten. Kurz nach dem Ihr die Gewichte beiseite gelegt habt seht Ihr dann eventuell leuchtende Punkte vor euren Augen und ein Gefühl macht sich breit, als ob Ihr jeden Moment umkippen würdet – meist gefolgt von leichtem bis heftigem Muskelzittern. Hört sich nicht gerade nach einem angenehmen Gefühl an, oder? Naja für einige Menschen ist dies jedoch das perfekte Signal dafür, dass Ihr Workout wirklich gut und effektiv war.

Die Frage bleibt jedoch, warum tritt Muskelzittern überhaupt auf?

Die Ursachen für Muskelzittern

Eines der wichtigsten Themen beim Muskelaufbau wie auch bei der Vermeidung von Muskelzittern bei/nach dem Training ist die Ernährung. Diese sollte im Idealfall so ausgelegt sein, dass sie den ganzen Tag euer Training unterstützt und dazu zählen natürlich sowohl Pro- als auch Post-Workout Mahlzeiten.

Ihr solltet vor allem darauf achten, dass euer Blutzuckerspiegel beim Training gut gefüllt ist, damit dem Körper ausreichend Energie zur Verfügung steht. Ein niedriger Blutzuckerspiegel ist nämlich eine der häufigsten Ursachen für Muskelzittern beim Training. Euer Körper benötigt Zucker (Glukose) um seine normalen Funktionen aufrecht zu erhalten und sportlich leistungsfähig zu sein. Ohne diese primäre Energiequelle fühlt Ihr euch schwach und es kommt schnell zu Muskelzittern. Es ist quasi eine natürliche Warnfunktion des Körpers, die euch mitteilt dass er so schnell wie möglich „Treibstoff“ benötigt. Wenn das Muskelzittern erst nach dem Workout auftritt, dann bedeutet dies in der Regel, dass die Glykogenspeicher alle aufgebraucht wurden und es an der Zeit ist, diese wieder nachzufüllen.

Ein weiterer Grund warum eure Muskeln nach dem Training zittern kann der auf das ZNS (zentrale Nervensystem) ausgeübte Stress sein. Anstrengende Übungen wie Squats/Kniebeugen, Bankdrücken oder Deadlifts beanspruchen viele Muskelgruppen und Körperfunktionen gleichzeitig, sodass viel Spannung im ZNS aufgebaut wird, was oft in Form von Muskelzittern zum Ausdruck gebracht wird. Man spricht in diesem Zusammenhang auch oft von einem physiologischem Tremor (Zittern). Ihr braucht euch keine Sorgen machen, es ist nichts Ernstes – es bedeutet lediglich, dass Ihr die Intensität auf ein bisher unbekanntes Level gesteigert habt und Körper sowie ZNS noch nicht an die neue Belastung gewöhnt sind. Ihr solltet euch danach nur ausreichend Regenerationszeit gönnen, damit euer Körper wieder zu Homöostase zurückkehren kann.

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Der letzte Grund für Muskelzittern während oder nach dem Workout können diverse Stimulanzien sein. Jeder Körper ist anders und folglich hat auch jeder Mensch eine eigene, individuelle Grenze an Stimulanzien, die er/sie verträgt. Sobald das persönliche Maß überschritten wurde, kommt es schnell zu Muskelzittern und anderen unerwünschten Nebenwirkungen. Es kommt nicht selten vor das ein Stimulans, von dem Ihr eigentlich dachtet, dass es euer Training verbessert, genau das Gegenteil bewirkt und eure Leistungsfähigkeit einschränkt.

Vorbeugung und Behandlung

Wie ich zuvor bereits gesagt habe, solltet Ihr genau auf eure Ernährung achten. Dies ist meistens der zuverlässigste Weg, um Muskelzittern zu vermeiden. indem Ihr langsam-verdauliche Kohlenhydrate über den Tag verteilt zu euch nehmt, stellt Ihr sicher, dass euer Blutzuckerspiegel ohne große Schwankungen konstant gehalten wird. Proteine und gesunde Fette versorgen euch zusätzlich mit Energie für euer Training. Wenn das Muskelzittern trotz angemessener Ernährung weiterhin auftritt, achtet darauf, euch direkt nach dem Training noch etwas zu bewegen, tief durchzuatmen und langsam wieder in den Normalzustand zu kommen. Auch solltet Ihr im Anschluss eine ausgewogene Mahlzeit zu euch zu nehmen, damit das Muskelzittern schnell wieder verschwindet.

4 Kommentare zu „Muskelaufbau: Alles Wichtige über Muskelzittern

  1. Ich kenne das auch. Wenn ich denke, dass ich eigentlich ganz fit bin tritt dieses Zittern trotzdem aus. Ich denk es hängt wirklich von der Tagesform ab, also wie ausgeruht und erholt man ist!

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    1. Hey Angela,
      nun ich bin kein Arzt und kann nicht sagen ob es sich in deinem Fall noch um Muskelzittern oder um ein anderweitiges Problem handelt. Generell würde ich dir aber in diesem Fall zu Übungen zur einseitigen Muskelstabilisation raten. Bulgarian Split Squats eignen sich dazu zum Beispiel hervorragend genauso wie seitliche Ausfallschritte und Adduktion in Seitenlage. Schreib mir gerne eine Email mit genaueren Infos über dein Problem, dann werde ich dir ausführliche Tipps rund um mögliche Übungen etc. geben. 🙂

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