Abnehmen: Wann es auf die Waage ankommt und wann nicht

Die Waage ist ein extrem kontroverser Gegenstand. Einige Menschen hassen sie, andere wiederum haben riesige Angst davor sie zu betreten und wieder andere haben sich schon seit Monaten nicht mehr gewogen und verschwenden auch gar keine Gedanken daran. Doch warum ist die klassische Waage inzwischen zu einem so populären Thema geworden?Ähnlich wie bei der Debatte um den BMI (davon fange ich besser gar nicht erst an), wird die Waage mittlerweile mehr und mehr dafür kritisiert, dass sie unzuverlässig ist wenn es darum geht, den Erfolg beim Abnehmen zu messen. Ganz im Gegensatz zum BMI glaube ich jedoch, dass die Waage durchaus einen Mehrwert bieten kann – man muss nur wissen wann und wo man sie am besten einsetzt. Wann also ist es sinnvoll, seine Fortschritte beim Abnehmen mittels einer Waage zu überwachen und wann sollte man lieber dauerhaft Abstand davon nehmen?

Eine Waage kann hilfreich sein, wenn man stark übergewichtig ist und viel Gewicht verlieren möchte

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Besonders bei Anfängern und unsportlichen Menschen, die ohnehin kaum Muskelmasse besitzen, hilft die klassische Waage sehr gut dabei den Ausgangspunkt zu dokumentieren und eine erste Messbasis aufzustellen. Wenn Ihr übergewichtig seid, stellt die Waage eine genaue Methode dar, um eure Fortschritte zu messen, da Ihr noch einige Kilos verlieren müsst, bevor Ihr euch Sorgen darüber machen könnt, ob es auch Muskelmasse sein könnte, welche die Zahl auf der Waage zusätzlich negativ beeinflusst.

Eine Waage ist überflüssig bei Athleten und Sportlern, die regelmäßig Sport treiben und relativ schlank sind

Dieser Abschnitt ist für die eifrigen Sportler unter euch, bei denen es nur noch um den letzten Schliff im Hinblick auf die Ästhetik geht und die nicht mehr viel Gewicht verlieren möchten. Vielleicht möchtet Ihr noch 5 Kilogramm abnehmen und vielleicht möchtet Ihr eurem Körper vor dem nächsten Sommer noch den letzten Schliff verleihen. Ihr seid bereits kräftig und habt durch regelmäßiges Krafttraining einiges an Muskelmasse aufgebaut, sodass Ihr eventuell zwar schwer seid, aber auf keinen Fall übergewichtig. In diesem Fall ist eine Waage der letzte Mist. Aufgrund der vorhanden Muskelmasse ist sie als Messform sehr ungenau und gibt die reale Situation im besten Fall unzureichend wieder. Statt also auf euer Gewicht zu achten, solltet Ihr Fotos und Körpermessungen in Bezug auf eure Fortschritte machen oder euch eine gute Körperfettwaage zulegen.

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Aufgrund der Tatsache, dass Muskeln schwerer als Fett sind, kann auch ein durchtrainierter, gesunder Athlet auf einer klassischen Waage plötzlich als übergewichtig gelten – was natürlich absoluter Blödsinn ist. Wenn Ihr jedoch viel Gewicht zu verlieren habt, könnt Ihr euch durchaus von der Zahl auf der Waage leiten lassen. Wenn Ihr nicht wie gewünscht abnehmt, sucht euch aber nicht einfach irgendwelche Ausreden nach dem Motto „naja, ich habe halt mehr Muskelmasse aufgebaut“. Intensiviert stattdessen lieber eure Bemühungen bis das Gewicht auf der Waage eurem Zielgewicht entspricht. Sobald Ihr an diesem Punkt angelangt seid, könnt Ihr effektiv damit anfangen Muskelmasse aufzubauen. Beides gleichzeitig zu tun ist letztendlich extrem schwer und in der Regel auch sehr ineffizient.

Fazit

Verwendet die Waage nur dann, wenn sie euch auch wirklich bei euren Zielen hilft und achtet nicht zu sehr auf sie, wenn sie es nicht tut! 🙂

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