Fitness: Was Männer über „Frauen-Fitness“ wissen müssen


Wenn es um Frauen und das Fitnessstudio geht, gibt es nach wie vor zahlreiche Missverständnisse. Im Laufe der Jahre sind mir bei meinen Klienten und Trainingskollegen immer wieder erschreckende Vorurteile aufgefallen, mit denen ich an dieser Stelle nun endgültig aufräumen möchte. Denn entgegen der weitläufigen Meinung sind der Fitness- und Bodybuildingsport natürlich keine reine Männerdomäne!

Während einige von euch bereits Jahre damit verbracht haben, an eurer Fitness und körperlichen Form zu arbeiten – und dabei bereits Mittel und Wege gefunden haben, eure Fitnessreise so zu gestalten, dass sie alles bietet was Ihr zur Selbstverwirklichung braucht -, stehen andere von euch vielleicht gerade erst am Anfang. Egal wo Ihr gerade steht, egal ob Mann oder Frau, solange Ihr euch dazu entschlossen habt, eure körperlichen und sportlichen Ziele mit Hingabe und Entschlossenheit zu verfolgen, verdient dies allerhöchsten Respekt!

In einer Welt, in der jeder einen Marathon oder Triathlon zu laufen scheint, hat sich das Fitnessstudio seinen Platz im Zentrum des Lebens vieler Menschen gesichert. Große Unternehmen bieten sogar eigene Studios in Ihren Gebäuden an, während in großen Städte an nahezu jeder Ecke ein anderes Fitnessstudio zu finden ist. Und doch fühlt sich die Hälfte unserer Bevölkerung dort immer noch nicht wirklich dort willkommen (ein Tipp: Es sind nicht die Männer).

Deshalb möchte ich euch an dieser Stelle ein paar Dinge mit auf den Weg geben, die Männer über die Frauen und Fitness wissen und die sich Frauen bei ihrer langen Fitnessreise immer wieder vor Augen führen sollten.

#1 Fitness ist entscheidend für das Wohlbefinden einer Frau

Der erste Punkt, den ich vermitteln möchte, ist, wie wichtig Fitness für das Wohlbefinden einer Frau ist. Sport ganz oben auf die To-Do-Liste zu setzen, bedeutet mehr als nur Fett abzubauen und Muskeln aufzubauen – es schafft eine Einstellung, die auch einen starken Einfluss auf andere Bereiche des Lebens hat. Ob nun Mann oder Frau, wenn wir uns in unserer Haut wohl fühlen, sind wir selbstbewusster, selbstsicherer und glücklicher. Und das wiederum ist nicht nur gut für uns selbst, sondern auch für alle um uns herum!

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#2 So etwas wie „Frauenübungen“ gibt es nicht

Seit wann sind Klimmzüge, Kreuzheben und Kniebeugen „Männerübungen“? Der Körper einer Frau profitiert von diesen Übungen genauso wie der eines Mannes. Also weg mit den rosa Gummihanteln auf der gegenüberliegenden Seite des Kraftraums. Zwar sollten das Krafttraining von Frauen etwas anders als das der Männer aussehen, aber das heißt ja noch lange nicht, dass diese deshalb auf effektive Übungen oder schwere Gewichte verzichten müssen!

#3 Frauen haben es schwerer, ihren idealen Körperbau zu erreichen

Wir Männer müssen verstehen, wie viel schwieriger es für viele Frauen ist, ihren idealen Körperbau zu erreichen. Sie haben den ganzen Monat über mit Hormonschwankungen zu tun und haben kein Testosteron, das zu ihren Gunsten wirkt. Wie es einst eine Klientin von mir recht bildlich formuliert hat: Frauen können vom einen auf den anderen Tag von einer kraftvollen, energiegeladenen Fitnessgöttin zu einem missmutigen, sich aufgebläht und dick fühlenden Griesgram transformieren. Diese Höhen und Tiefen passieren ständig. Je mehr Verständnis man dieser Tatsache entgegen bringt, desto besser.

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#4 Workouts haben meist einen Sinn

Egal, ob es eine persönliche Mission ist, Kraft und Selbstvertrauen im Fitnessstudio aufzubauen, oder ob man es für die Familie und Kinder tut, hinter dem Fitnesssport steckt meist ein tieferer Sinn und der schöne Körperbau, den man durch das Training erzielt, ist letztlich nicht mehr als ein netter Nebeneffekt für viele Frauen. Viele Frauen sind aus den gleichen Gründen im Fitnessstudio wie die Männer: zum Stressabbau, um sich gut zu fühlen, um gut auszusehen, um Muskeln aufzubauen, um Fett zu verbrennen und nicht zuletzt um etwas Zeit für sich selbst zu haben. Dies sollte man nicht nur akzeptieren, sondern auch respektieren!