Bodybuilding: Trainieren mit Fitnessbändern


Ihr denkt, man kann nur in einem voll ausgestatteten Fitnessstudio mit schweren Gewichten und professionellen Geräten effektiv trainieren? Falsch gedacht! In diesem Beitrag erkläre ich euch, wie Ihr mit Fitnessbändern und eurem eigenen Körpergewicht ein Workout planen könnt, dass sich keinesfalls vor einer „normalen“ Trainingseinheit im Fitnessstudio verstecken muss!

Angesichts der zunehmenden Beliebtheit von Workouts außerhalb eines Fitnessstudios ist es wichtig zu wissen, wie Ihr eure Ausrüstung zu Hause optimal in euer Training integrieren könnt, um jederzeit, überall und auf jedem Fitnesslevel ein großartiges Training zu erhalten. Fitnessbänder sind dabei ein sehr effektives Werkzeug, da diese nicht nur günstig in der Anschaffung sind, sondern auch platzsparend verstaut werden und für super effektive Workouts genutzt werden können. Generell gibt es zwei Gründe, warum Ihr Fitnessbänder für euer Training nutzen können: Der erste besteht darin, mehr Widerstand zu erzeugen, während der andere darauf abzielt, eine gewisse Unterstützung bei der Ausführung einer Übung zu leisten und dabei ggfls. ein wenig Widerstand abzubauen.

Fitnessbänder zur Unterstützung der Übungsausführung

Eine der häufigsten Anwendungen von Fitnessbändern ist die Unterstützung bei schwierigen Körpergewichtsübungen wie Trizeps-Dips. Ihr könnt ein Band zur Unterstützung bei Dips verwenden, indem Ihr das Band an den Barren befestigt und eure Knie oder Füße auf die Mitte der Bänder legt, um die Übung zu machen. Wenn Ihr keine Unterstützung benötigt, aber dennoch Fitnessbänder verwenden möchtet, um mehr Kraft aufzubauen, könnt Ihr zunächst mit eure Körpergewicht so viele Wiederholungen wie möglich durchführen. Wenn Ihr dann das Maximum erreicht habt, verwendet Ihr das Band, um noch ein paar weitere Wiederholungen machen zu können – genau wie Ihr es auch mit einer Hilfsmaschine tun würdet.

Was Fitnessbänder für die unterstütze Übungsausführung letztlich so einzigartig und effektiv macht, ist der variable Widerstand. Schließlich widersteht ein Band umso stärker, je mehr es gedehnt wird. Der Punkt, an dem das Band am meisten gedehnt wird, ist nämlich auch immer der schwächste Punkt im Bewegungsbereich. Das Band gibt euch also die meiste Unterstützung an den Punkten, an denen Ihr sie am meisten benötigt. Auf diese Weise können Bänder euch helfen, diese schwierigen Knackpunkte bei euren Körpergewichtsübungen zu überwinden, um eure Gesamtkraft nachhaltig und effektiv zu verbessern.

Fitnessbänder für mehr Widerstand bei der Übungsausführung

Jetzt wenden wir das Konzept, das sich die Fitnessbänder zu Nutze machen, in umgekehrter Weise an. Nehmt zum Beispiel Liegestütze. Für erfahrene Lifter ist es schwierig, eine Standardübung wie das Liegestützen anstrengender zu machen, ohne eine Menge Wiederholungen oder Fitnesszubehör wie eine Gewichtsweste oder Gewichtsplatte zu nutzen. Mit dem gleichen Prinzip des variablen Widerstands könnt Ihr nun nicht nur den Liegestütz erschweren, sondern auch den größten Widerstand genau dort anwenden, wo Ihr ihn am ehesten benötigt.

Schlingt ein Band hinter eure Schulterblätter und verankert jedes Ende mit euren Händen, bevor Ihr mit dem Liegestützen beginnt. Denkt daran, je mehr Ihr ein Band dehnt, desto stärker widersteht es. Wenn Ihr euch also durch die Liegestütze quält, erzeugt Ihr nun zusätzlichen Widerstand. Dies ist das Grundprinzip des Krafttrainings: gegen erhöhten Widerstand arbeiten! Euer Körper ist generell an den oberen Punkten der Bewegungsbereich am stärksten. Jetzt stimmt die Kraftkurve also besser mit dem vom Band erzeugten Widerstand überein.

Verwendet Fitnessbänder vor allem bei den Übungen, bei denen Ihr generell am stärksten seid (wie Kniebeugen, und Bankdrücken), und Muskeln noch schneller und effektiver aufzubauen.

In meiner Übungsdatenbank findet Ihr viele Ideen und Inspirationen dazu, wie Ihr Fitnessbänder optimal in eure Workouts einbauen könnt.