Gesundheit: Fit und gesund durch die kalte Jahreszeit


Lasst nicht zu, dass der dunkle und kalte Winter eure Fitnessziele gefährdet! Wenn sich die Jahreszeiten ändern, ist es wichtig, auf die Bedürfnisse eures Körpers zu hören. Im Winter können Dunkelheit und Kälte dazu führen, dass Ihr euch weniger motiviert fühlt und mehr schlafen möchtet. Nein, das betrifft nicht nur euch und nein, Ihr seid deswegen auch nicht faul. Selbst die Wissenschaft hat bestätigt, dass saisonale Veränderungen einen großen Einfluss auf die Gesundheit haben.

Mit den folgenden Tipps könnt Ihr eure Lebens- und Sportalltag allerdings so anpassen, dass Ihr besser mit den Eigenheiten des Winter umgehen könnt, ohne eure sportlichen und gesundheitlichen Ziele hintenanstellen zu müssen.

1. Achtet auf einen gesunden Schlafrhythmus

Da die Nächte immer früher hereinbrechen und sich die Morgende jeden Tag dunkler anfühlen, kann es für die innere Uhr eures Körpers schwierig sein, sich entsprechend anzupassen. Wenn Ihr an kürzeren Wintertagen weniger Sonnenstunden ausgesetzt seid, produziert euer Körper mehr Melatonin – das Hormon, das den Schlaf- / Wachzyklus reguliert. Daher ist es besonders in den kälteren Monaten wichtig, einen gesunden Schlafzyklus aufrechtzuerhalten. Versucht deshalb, jeden Tag etwa zur gleichen Zeit aufzuwachen, damit euer Schlafmuster reguliert wird und euer Körper sich besser an die neuen Gegebenheiten anpassen kann, was letztlich dazu beiträgt, eure Stimmung, euer Immunsystem und eure Vitalität zu verbessern. Es mag sich für euch in den Wintermonaten natürlich so anfühlen, als ob Ihr ein Stunde mehr Schlaf als im Sommer benötigen würdet – aber das ist auch in Ordnung!

2. Esst saisonale Lebensmittel

Es hat große Vorteile, das Konsumverhalten an die Jahreszeit anzupassen und sich auf lokal geerntetes Obst und Gemüses zu konzentrieren. Lebensmittel, die außerhalb der Saison angebaut wurden, können nicht auf natürliche Art und Weise reifen. Im Allgemeinen werden sie früh geerntet und verlieren somit schnell ihre Nährstoffe. So hat sich gezeigt, dass Gemüse in nur einer Woche rund zwei Drittel seines Gehalts an Vitamin C verliert! Wenn Ihr aber auf saisonale, lokal angebaute Lebensmittel setzt, könnt Ihr dafür sorgen, dass euer Körper so viele Nährstoffe und Vitamine wie möglich bekommt.

3. Passt eure Workouts an eure Stimmung an

Bewegung ist der Schlüssel zum Erfolg, wenn es darum geht, Stress abzubauen und Depressionen zu vermeiden. Dennoch kann es besonders im Winter wichtig sein, euer Training ein wenig abzuändern. Nehmen wir zum Beispiel das High Intensity Interval Training, oder kurz HIIT, welches als besonders effektive Möglichkeit zur Fettverbrennung und Anregung des Stoffwechsels gilt. Während HIIT aus sportlicher Sicht eigentlich immer Sinn macht, sorgt es auch dafür, dass zahlreiche Stresshormone, so genanntes Cortisol, im Körper freigesetzt werden. Wenn Ihr euch nun aufgrund der kalten und dunklen Jahreszeit ohnehin schon angeschlagen, depressiv oder gestresst fühlt, kann es also sinnvoll sein, eure Trainingsroutine zu verändern und die ein oder andere HIIT-Einheit durch Yoga oder Pilates zu ersetzen – welche eher restaurativ als grenzüberschreitend sind.

4. Bleibt hydratisiert

Trinkt viel Wasser! In den Sommermonaten erinnert euch die Hitze daran, regelmäßig und viel zu trinken – aber im Herbst, Winter und Frühjahr seid Ihr möglicherweise nicht mehr so durstig und vergesst möglicherweise, so viel Wasser zu trinken, wie Ihr es im Sommer getan habt. Wenn es euch zu langweilig wird, den ganzen Tag neutrales Mineralwasser zu trinken, mischt ein paar BCAAs in Pulverform ein, um Geschmack und Muskelaufbau zu unterstützen.

5. Trainiert regelmäßig

Es ist wichtig, während der saisonalen Schwankungen eine ausgewogene Trainingsroutine aufrechtzuerhalten – auch wenn Ihr euch weniger motiviert fühlt. Im Zweifel könnt Ihr im Winter die Workouts auch zu Hause abhalten, dann müsst Ihr bei kaltem Wetter und früh einsetzender Dunkelheit nicht mal das Haus verlassen. Eine andere Möglichkeit für regelmäßige Bewegung besteht darin, zu Fuß zu gehen, anstatt mit dem Auto zu fahren. Das kann den Weg zur Arbeit, zum Supermarkt oder zu sonstigen Aktivitäten betreffen und sorgt dafür, dass euer Körper neben Bewegung auch zusätzlicher frischer Luft und (bei gutem Wetter) Sonnenschein ausgesetzt wird. So wird zusätzlich euer Immunsystem gestärkt, eure Laune verbessert und der Schlafrhythmus reguliert.

6. Achtet auf ausreichend Vitamin D

Vitamin D ist auch als „Sonnenvitamin“ bekannt, da es im Körper als Reaktion auf die Absorption von UVB-Strahlen der Sonne produziert wird. Wenn es draußen kälter wird, verbringen die Menschen weniger Zeit im Freien und in der Sonne, sodass der Vitamin D-Spiegel sinkt. Ein niedriger Vitamin D-Gehalt wiederum ist mit saisonalen affektiven Störungen sowie Knochen- und Muskelverlust verbunden. Was man dagegen tun kann? Nun vor allem ist es wichtig, trotz kaltem Wetter gerade bei Sonnenschein möglichst viel Zeit draußen zu verbringen. Außerdem solltet Ihr eure Ernährung bestmöglich anpassen und in den Wintermonaten auf Lebensmittel setzen, die einen hohen Vitamin D-Gehalt haben. Dazu zählen unter anderem Pilze, Eier und fettreiche Fische wie Lachs.