Ernährung: Achtung! Diese vitaminreichen Lebensmittel solltet Ihr nicht wegschmeißen!


Ihr kennt sicherlich alle den Teil des Gemüses, den man üblicherweise einfach abschneidet und wegschmeißt. Doch habt Ihr schon mal darüber nachgedacht, dass dieser Teil mit Abstand die meisten Nährstoffe und Vitamine des Gemüses enthalten? Bevor Ihr also das nächste Mal euren Kompost oder eure Biotonne bemüht, solltet Ihr euch bewusst machen, wie viele Vitamine und Nährstoffe Ihr unter Umständen verliert.

Jeden Tag werfen Millionen von Menschen wertvolle Vitamine und Mineralstoffe einfach achtlos in den Müll. Ihr denkt vielleicht, der beste Weg, einen Vitaminmangel zu vermeiden, besteht darin, regelmäßig Obst und Gemüse zu essen – und damit habt Ihr sicherlich Recht. Ihr solltet dabei jedoch eure Definition von Obst und Gemüse noch einmal überdenken. Denn wie die Dinge liegen ist es gerade der Teil des Gemüses, den Ihr normalerweise ohne lange Überlegung direkt wegschmeißen würdet, der die größten ernährungsphysiologische Vorteile bietet. Viele (aber nicht alle) essbare Spitzen, Stängel und Kerne stecken voller wertvoller Mikronährstoffe. Egal ob Vitamine, Mineralstoffe oder Antioxidantien – euer Körper braucht all diese Stoffe um optimal zu funktionieren und auszusehen … und all diese Dinge stecken im Übermaß im „Gemüseabfall“.

Nachfolgend möchte ich euch einige der besten Vitamin- und Nährstoffquellen vorstellen und euch zeigen, wie Ihr diese Dinge auf leckere Art und Weise in eure Ernährung integrieren könnt.

1. Brokkolistängel

DieRöschen sind nicht das Einzige vom Brokkoli das Ihr essen solltet. Sobald die zähe äußere Schicht abgezogen wurde, bieten die Brokkolistängel eine zarte, spargelähnliche Textur und einen aromatischen, leicht süßlichen Geschmack. Das beste ist aber, dass sie voller Vitamin C stecken und eine großartige Quelle für Folsäure, Kalium und Mangan sind.

Zubereitung der Brokkolistängel:

Schneidet zunächst die Brokkoliröschen ab und nehmt euch anschließend einen Sparschäler oder ein scharfes Messer zur Hand um damit die zähe äußere Schicht der Brokkolistängel zu entfernen. Schneidet die Stängel anschließend in dünne Streifen und genießt sie in einer Gemüsepfanne, Rührei, Pastagerichten oder als Beilage zu einem deftigen Steak. Ihr könnt die Stängel auch fein reiben und für einen Salat verwenden!

2. Rote-Beete-Blätter

Rote-Beete ist das perfekte zwei-für-eins Gemüse: Die nitratreichen Wurzeln und die saftigen grünen Blätter sind beide essbar und sehr nährstoffreich. Wenn Ihr dieses leicht bittere Gemüse kompostiert, werft Ihr riesige Mengen an Vitamin C und den fettlöslichen Vitaminen A und K weg. Eine Handvoll Rote-Bete-Blätter liefert fast das Doppelte der empfohlenen Tagesmenge an Vitamin K, einem Nährstoff der sowohl für die Blutgerinnung als auch für den Knochenstoffwechsel essentiell ist. Und verachtet in diesem Zusammenhang auch nicht die essbaren Blätter von Radieschen, da auch diese wahre Nährstoffbomben sind und unschätzbare Vorteile für die Gesundheit bieten.

Zubereitung der Rote-Beete-Blätter:

Verwendet die Blätter in Salaten, Pasta oder allen möglichen Gerichten in denen Ihr normalerweise Spinat oder Mangold nutzen würdet. Ihr könnt die Blätter auch mit ein wenig Olivenöl und Knoblauch anbraten, um daraus im Handumdrehen eine leckere und extrem gesunde Beilage zu diversen Fleisch- und Fischgerichten zu zaubern.

3. Karottengrün

Statt euch selbst zu fragen, „welche Vitamine brauche ich?“, fragt euch lieber, „was sind die nährstoff- und vitaminreichsten Lebensmittel in meinem Kühlschrank?“. Karotten sollten mit ihrem riesigen Gehalt an Vitamin A und diversen Mikronährstoffen dann ganz oben an der Spitze eurer Liste stehen! Und wenn wir schon über Spitzen sprechen – Warum schmeißt Ihr das Karottengrün eigentlich immer weg? Karottengrün ist nicht nur essbar, sondern mit seinem leicht petersilienähnlichem Geschmack auch noch super lecker! Obwohl es dazu noch keine eindeutigen Nährwertangaben gibt, geht man dennoch davon aus, dass Karottengrün sehr reich an Vitamin K und Antioxidantien ist. Achtet nur darauf, das Grün direkt nach dem Kauf abzuschneiden, da es der Wurzel das Wasser entzieht und Ihr sonst am Ende so trockene Karottenwurzeln haben werdet, dass diese nicht mal mehr ein Kaninchen essen würde.

Zubereitung des Karottengrüns:

Hackt das Karottengrün grob und gebt es in einen Salat oder verwendet es ähnlich wie Petersilie als Gewürz für Suppen oder andere Speisen. Außerdem lassen sich aus Karottengrün köstliche Pestos, Dips, Soßen und Salsas zubereiten, die mit ihrem leicht erdigen Geschmack hervorragend zu gegrilltem Fleisch und geröstetem Gemüse passen!

4. Wassermelonenkernen

Natürlich macht es Spaß, die Wassermelonenkerne im Sommer einfach in den Garten zu spucken, aber es gibt auch gute Gründ dafür, sie nicht wegzuschmeißen, denn sie stecken randvoll mit zahlreichen Mineralstoffen, insbesondere Magnesium. Magnesium unterstützt zahlreiche Funktionen in unserem Körper und sorgt zudem dafür, dass der Vitamin-D-Stoffwechsel wie gewünscht funktionieren kann. Das bedeutet, dass nur mit Magnesium jene Enzyme tätig werden können, die das Vitamin D in seine aktive Form umwandeln.

Zubereitung der Melonenkerne:

Wassermelonenkerne schmecken am besten, wenn sie geröstet werden (wie man es zum Beispiel ja auch mit Kürbiskernen macht). Die wunderbar nussigen Kerne können dann anschließend als knuspriges Add-on zu Salaten, Joghurt, selbstgemachten Müsliriegeln und Haferbrei genossen werden.

5. Mangoldstiele

Meist werden die Stile aufgrund des leckeren Blattgrüns gerne übersehen, dabei sind auch die Stiele vom Mangold sehr lecker und dabei gleichzeitig noch viel gesünder. Die Textur ähnelt in roher Form der von Sellerie. Gekocht werden Mangoldstiele aber schnell weich und nehmen einen milden, bittersüßen Geschmack an, der hervorragend als Beilage zu diversen Gerichten wie gegrilltem Lachs passt. Wie auch beim Karottengrün gibt es auch für die Mangoldstiele keine offiziellen Nährwertangaben, doch wir können uns dazu auch einfach an ihrer Farbe orientieren. Aufgrund der hellen regenbogenartigen Farbe wird nämlich angenommen, dass Mangoldstiele reich Carotinoiden sowie der Aminosäure Glutamin sind.

Zubereitung der Mangoldstiele:

Schneidet die Stiele in kleine Stücke und bratet sie alleine oder zusammen mit etwas Knoblauch und Olivenöl an und verwendet sie für eine Gemüsepfanne, Omeletts, Suppen und Eintöpfe. Wenn Ihr auch das Blattgrün verwendet, dann bereitet zuerst die Stiele zu, lasst sie kurz in der Pfanne karamellisieren und gebt abschließend für ein paar Minuten zu Blätter hinzu. Ganz dünn aufgeschnitten machen sich rohe Mangoldstiele auch hervorragend als Salateinlage!