Rezept: Heiße Weiße-Matcha-Schokolade


Wer sich im Winter mal ein wenig Abwechslung zu Glühwein & Co wünscht und dabei dennoch seinem Immunsystem etwas Gutes tun möchte, der sollte es mal mit dieser heißen weißen Matcha-Schokolade probieren! Perfekt für einen kalten Wintertag wärmt dieses Getränk euren Körper von innen und versorgt ihn gleichzeitig mit wichtigen Vitaminen und Antioxidantien – und mit gerade einmal 4 Zutaten lässt er sich zudem auch noch super schnell und einfach zubereiten!

Heiße Schokolade – da werden Erinnerungen wach, nicht wahr!? Ich erinnere mich noch lebhaft daran, wie ich ungefähr 9 Jahre alt war – auch bekannt als das Alter, in dem Schnee noch Spaß gemacht hat. Meine Schwester und ich verbrachten Stunden damit, Schneefestungen und Iglos zu bauen – und nach diversen Schneeballschlachten kamen wir dann immer mit roten Nasen ins Haus und ließen unsere Schneehosen auf einem großen Haufen an der Tür liegen (Ihr wisst schon, damit Mama sie aufräumen kann). Und zum krönenden Abschluss eines so eriegnisreichen und spannenden Tages gab es dann immer eine schöne heiße Tasse Schokolade vor dem warmen Kamin.

Auch wenn es mittlerweile kaum noch weiße Weihnachten gibt und mir das Iglu- und Festungenbauen ebenfalls nicht mehr so viel Spaß macht wie zu Kinderzeiten, kann ich zu einer leckeren heißen Schokolade nach wie vor nie Nein sagen – vor allem wenn sie durch die Zugabe von Matcha noch einmal um ein Vielfaches gesünder und köstlicher wird!

Falls Ihr noch keine Erfahrungen mit Matcha gemacht haben solltet, schaut euch doch auch mal mein Matcha-Cookie-Rezept, meine einfachen Matcha-Pralinen oder meinen gesunden Matcha-Chia Pudding an.

Die Basics über Matcha

Falls Ihr noch nicht so mit Matcha vertraut seid: Es handelt sich dabei um ein japanisches Grüntee-Pulver aus fein pulverisierten getrockneten Teeblättern. Es hat einen leicht bitteren, pflanzlichen Geschmack und eine leuchtend grüne Farbe, die sich aus dem hohen Chlorophyllgehalt der Blätter ergibt. Es ist seit Jahrhunderten der Eckpfeiler traditioneller japanischer Teezeremonien, wurde aber kürzlich aber auch in Deutschland wegen seiner gesundheitlichen Vorteile populär.

Normaler grüner Tee wird bereits als antioxidatives Kraftpaket angepriesen – aber Matcha hat noch weitaus mehr zu bieten. Warum? Nun, wenn Ihr andere Formen von grünem Tee zubereitet, taucht Ihr die Blätter normalerweise in heißes Wasser und werft sie anschließend weg. Wenn Ihr jedoch Matcha zubereitet, schlagt Ihr das Pulver in heißem Wasser oder heißer Milch auf. Infolgedessen wird tatsächlich das gesamte Teeblatt aufgebraucht, wenn Ihr den Tee trinkt! Die darin enthaltenen Antioxidantien können dann wiederum dabei helfen, den Blutdruck zu senken, das Risiko für Herzerkrankungen zu verringern oder den Stoffwechsel anzukurbeln.

Und was ist also mit Koffein? Nun, Matcha enthält zwar mehr Koffein als normaler grüner Tee, aber bei weitem nicht so viel wie Kaffee. Ich fühle mich nach dem Genuss von Matcha immer ein wenig energetisiert und konzentriert – aber nach wie vor auch noch ruhig und gelassen.

Nützliche Tipps

  • Nicht alle Matchasorten sind gleich. Der erste Kauf von Matcha kann deshalb sehr verwirrend sein – es gibt so viele Marken und ihre Qualität ist extrem unterschiedlich. Ich befürworte immer die Suche nach einem Matcha ohne Zuckerzusatz. Darüber hinaus besteht der wichtigste Unterschied zwischen zeremoniellem und kulinarischem Matcha. Die zeremonielle Art wird teurer sein – sie wird aus den jüngsten Teeblättern hergestellt und hat einen milden Geschmack. Sie ist die richtige Wahl, wenn Ihr euren Matcha nur mit Wasser trinken möchtet. Zum Backen und Kochen reicht ansonsten auch das günstigere kulinarische Matchapulver. Sein Geschmack ist bitterer, was sich jedoch gut in Mixgetränken oder Desserts ausbalancieren lässt.
  • Matcha ist nicht besonders lange haltbar. Sobald Ihr es geöffnet habt, solltet Ihr es innerhalb von 2 Monaten aufbrauchen. Ich empfehle, es in kleinen Mengen zu kaufen und im Kühlschrank aufzubewahren, um seine Frische möglichst lange zu bewahren.
  • Ein Matcha-Schneebesen kann eine gut Investition sein. Wenn Ihr häufig Matcha zubereitet, empfehle ich, in einen Bambus-Schneebesen namens Chasen zu investieren. Sein spezielles Design löst Klumpen auf und bildet eine schaumige Schaumschicht auf dem Tee. Wenn Ihr keinen habt, könnt Ihr stattdessen auch einen normalen Schneebesen oder einen elektrischen Milchaufschäumer verwenden. Das Rühren mit einer Gabel oder einem Löffel funktioniert hier nicht.
  • Nach Geschmack süßen. Matchas grasiges Umami-Aroma kann ein ungewohnter Geschmack sein. Wenn Ihr noch nie zuvor Matcha genossen habt, zögert nicht, ein paar Tropfen Ahornsirup oder Honig hinzuzufügen. Eure Geschmacksknospen können sich dann leichter an den Matchageschmack gewöhnen!

Weitere leckere und gesunde Winterrezepte

Heiße Weiße-Matcha-Schokolade

Zutaten für 2 Portionen:

  • 50 Gramm weiße Schokolade, fein gehackt
  • 500 Milliliter ungesüßte Mandelmilch
  • 2 TL Matcha-Pulver
  • 240 Milliliter heißes Wasser

Zubereitung:

Die weiße Schokolade zusammen mit 120 Milliliter Mandelmilch in einen kleinen Topf geben und unter gelegentlichem Rühren auf mittlerer Stufe erhitzen, bis sich die Schokolade vollständig aufgelöst hat. Anschließend die verblieben Mandelmilch hinzugeben und alles Beiseite stellen. Das heiße Wasser in eine Schüssel füllen, das Matchapulver darauf sieben und mit einen Matcha-Schneebesen oder einem normalen Schneebesen verquirlen, bis sich eine feine Schaumschicht gebildet hat. Abschließend den Matcha in die Mandelmilch-Schokoladenmischung einrühren und die heiße Weiß-Matcha-Schokolade auf zwei Tassen verteilen.

Lasst es euch schmecken! 🙂

Nährwerte pro Portion:

Brennwert: 175 kcal
Fett: 9,9 Gramm
Kohlenhydrate: 17,8 Gramm
-> davon Zucker: 16,3 Gramm
Ballaststoffe: 1 Gramm
Proteine: 2,7 Gramm