Motivation: Du bist kein Spitzensportler, also hör auf, dich wie einer zu benehmen!

Bevor Ihr nach den Sternen greift, ist es möglicherweise zunächst an der Zeit, euch auf die sportlichen Grundlagen zu besinnen, die innerhalb und außerhalb des Fitnessstudios existieren. Sportlicher Erfolg basiert immer auf Engagement und Konsistenz. Es ist leicht, sich in den Zahlen zu Wiederholungsbereichen und Co. zu verlieren, die überall im Internet verbreitet werden. Zu einem Spitzensportler gehört allerdings wesentlich mehr als die Zeit, die im Fitnessstudio verbracht wird.

Versunken in den Bildschirm eures Computers, sitzt Ihr stillschweigend da und beobachtet die fehlerfreie Ausführung einer Übung. Die scheinbar mühelose Bewegung von Anfang bis Ende lässt euch staunen und bewundern. Wie ein Voyeur scrollt Ihr durch die Wunderwelt des Internets. Alles, was Ihr seht, ist Perfektion. Perfektion auf allen Ebenen … die Professionalität eines Spitzensportlers halt. Und plötzlich vergleicht Ihr eure Leistungen nicht mehr mit denen der anderen Leute im Fitnessstudio, sondern mit einem amerikanischen Bodybuilder, der ausschließlich aus Muskelmasse zu bestehen scheint, oder einer russischen Kraftsportlerin, die nur halb so schwer ist wie Ihr.

Sportliche Spitzenleistungen basieren auf Einfachheit und Konsistenz. Zu den wichtigsten Faktoren, die Olympiachampions zum Sieg verhelfen, gehören daher Hingabe, Disziplin und Willen. Der Vergleich zwischen euch und dem Profisportler ist eigentliche eine Beleidigung für dessen Hingabe und Erfolgshunger. Bevor Ihr also direkt den Fitnessolymp anstrebt, solltet Ihr zunächst zu den Grundlagen zurückkehren, die innerhalb und außerhalb des Fitnessstudios existieren.

Verdient euch das Recht des Fortschritts

Training ist eine lebenslange Beschäftigung. Der Fehler, den viele Athleten machen, besteht darin, dass sie nicht begreifen, dass jede Übung auf einem bestimmten Grundniveau der Bewegung beruht. Nehmen wir Gewichtheben als Beispiel: Um die Langhantel über den Kopf zu heben und zu halten bedarfs es weitaus als mehr als reine Armkraft. Gewichtheber verbringen einen Großteil Ihres Trainings mit Kniebeugen in den unterschiedlichsten Formen, um die Bein- und Rumpfmuskulatur für die Belastung bei Heben der Stange zu stären.

Training ist mehr als eine physische Aktivität. Vielmehr ist es die mentale Praxis, jede Sekunde im Fitnessstudio optimal zu nutzen.

Egal für welchen Sport oder welches Niveau, Ihr müsst zunächst immer eine einfache Frage beantworten: Wo befindet Ihr euch gerade im Kompetenzkontinuum, dass für euren Sport benötigt wird? Ihr müsst an dieser Stelle knallhart ehrlich mit euch sein, um einen Ausgangspunkt zu finden, mit dem Ihr euch wirklich verbessern könnt. Dann habt Ihr die Informationen, die Ihr benötigt, um einen effektiven Trainingsplan entwickeln zu können. Passt Training und Fortschritte dabei niemals einem Vorbild aus Internet oder Fernsehen an, sondern auf die Reaktion eures Körpers. Sucht eure Grenzen und Ihr werdet sie finden!

Fokussiert euch auf euer eigenes Training

Ihr habt nicht den Luxus, euren ganzen Tag mit allen möglichen Trainingsformen und Übungen zu füllen. Seien wir also mal einen Moment lang ehrlich. Ist die neueste Krabbeltierübung, die aktuell alle in eurem Fitnessstudio machen, wirklich so gut für den lädierten Knöchel, über den Ihr euch immer beklagt, wenn Ihr Squats macht?

Ist die neueste Krabbeltierübung, die aktuell alle machen, gut für den lädierten Knöchel, über den du dich immer beklagst, wenn du Squats machst?

Verfolgt von dem Moment an, in dem Ihr das Fitnessstudio betretet, ein festgesetztes Ziel und lasst euch davon nicht abbringen. Training ist mehr als nur körperliche Anwesenheit. Es ist auch die mentale Fähigkeit, eure Zeit im Fitnessstudio optimal zu nutzen. Befasst sich euer Aufwärmprogramm mit Mobilitätsproblemen? Ergänzt diese Rumpfübung eine Grundübung wie Squats oder Bankdrücken? Verliert Ihr euch in den Ruhephasen in einer anderen Welt und scrollt auf euem Handy herum oder konzentriert Ihr euch auf Atemübungen, damit sich euer Körper schneller erholen kann? Ihr habt die Wahl!

Umgebt euch mit Motivatoren

Das Leben wird euch mit zwei verschiedenen Arten von Menschen konfrontieren. Auf der einen Seite stehen die Personen, die immer irgendein Problem haben und sich ständig beschweren. Die Art von Mensch, die mit ihrer Negativität das Leben von einer Menschen nahezu aussaugt. „Haters gonna hate“ – aber wollt Ihr euch davon wirklich einschüchtern lassen?

Umgebt euch beim Training mit Menschen, die euch mit ihrer positiven Ausstrahlung motivieren – zu einem besseren Workout und einem besseren Leben!

Auf der anderen Seite gibt es die Menschen, deren Energie und positive Energie jeden im Raum anstecken und die auch noch bei den letzten Wiederholungen eines anstrengenden Kettlebell-Workouts ein Lächeln auf den Lippen haben. Diese Personen helfen euch dabei, eure Motivation durchgehend hoch zu halten und eure Ziele dauerhaft mit Fleiß und Ehrgeiz zu verfolgen. In einer fröhlichen und produktiven Trainingsumgebung bleiben die Sorgen und Missgeschicke des Lebens vor der Tür. Wenn Ihr der positivste und fröhlichste Mensch im Raum seid, seid Ihr im falschen Raum!

Findet den richtigen Trainer

Ab einem gewissen Punkt, müsst Ihr beim Sport wichtige Entscheidungen treffen. Sobald Ihr in den Ring, auf das Spielfeld oder auf die Plattform tretet, seid Ihr diejenigen, die entscheiden müssen, was als nächste zu tun ist. Doch das Wissen darüber erlangt man nicht einfach, indem man ein Buch oder einen Internetartikel liest. Wie entscheidet man selbst, welche Taktik, welche Strategie, welches Verhalten in einer bestimmten Situation angebracht ist? Hier kommt ein erfahrener Trainer ins Spiel!

Wenn Ihr mehr erreichen wollt, als Ihr derzeit für möglich haltet, dann sucht euch einen Coach!

Anders als Ihr vielleicht denkt, sollte ein guter Trainer euch nicht die wichtigen Entscheidungen abnehmen, sondern euch zeigen, wie und warum Ihr dieses trefft. Die besten Athleten dieser Welt werden darauf trainiert, zu denken, – nicht darauf, abhängig zu sein. Worauf es sonst noch bei einem guten Trainer ankommt, erkläre ich euch in diesem Artikel: Wie man den richtigen Personal Trainer findet

Vergesst nicht zu leben

Ihr seid mehr als nur ein Six-Pack oder ein paar starke Gesäßmuskeln. Ihr seid ein lebendiges Beispiel für das, was Ihr außerhalb des Fitnessstudios tut. Zwei Stunden Training machen eine verpasste Mahlzeit, endlose Nächte mit schlechtem Schlaf oder eine Work-Life-Balance, die euch mehr stresst als der Gedanke an ein 2-Kilometer Tempolauf, nicht wieder wett! Also: Einfach mal runterkommen!

“Denkt daran, dass es so etwas wie ein Leben gibt, vor allem, wenn es bei eurem Training nicht um Leben, Tod oder eine Medaille geht.”

Die Anhäufung all dieser kleinen Belastungen wird einen enormen Einfluss auf euch und euren Körper haben, wenn dazu noch eine hohes Trainingsvolumen sowie eine hohe Trainingsintensität kommen. Irgendetwas wird nachgeben … und typischerweise ist das ein Teil eures Körpers! Denkt daran, dass es so etwas wie ein Leben gibt, vor allem wenn es bei eurem Training nicht um Leben, Tod oder eine Medaille geht. Dann könnt Ihr nicht nur Verletzungen vermeiden, sondern auch allgemein ein glücklicheres Leben führen! Auch eine Auszeit vom Training kann manchmal sehr sinnvoll sein!

Fazit

Es ist leicht, sich in den Details einen Trainingsprogramms und den diversen Zahlen und Prozentsätzen zur Performancemessung zu verlieren. Ihr solltet zunächst aber verstehen, dass mehr zu einem Spitzensportler gehört, als nur die Zeit, die er beim Training im Fitnessstudio verbringt!