Abnehmen: Wie man den richtigen Personal Trainer findet


Bevor Ihr euer hart erarbeitetes Geld für einen Personal Trainer ausgebt, solltet Ihr im Vorfeld auf jeden Fall einen Blick in diesen Ratgeber werfen! Er wird euch dabei helfen, den Unterschied zwischen einem guten und einen schlechten Personal Trainer zu erkennen. Es gibt nichts schlimmeres als sechs Monate im Fitnessstudio zu verbringen und Unmengen für einen Personal Trainer auszugeben, nur um dann auf der Waage festzustellen, dass Ihr keinerlei Fortschritte macht.

In den letzten 12 Jahren habe ich mit zahlreichen guten und schlechten Trainern zusammengearbeitet und bin nicht zuletzt natürlich auch selbst ein zertifizierter Fitnesstrainer. Lange Rede, kurzer Sinne: Ich weiß worüber ich rede und ich möchte dieses Wissen nun uneingeschränkt mit euch teilen! In diesem Beitrag lernt Ihr, wie ein Personal Trainer euer Leben verändern kann und worauf Ihr achten müsst, um einen passenden Trainer zu finden.

Worauf es bei einem guten Personal Trainer ankommt

Die erste Frage, die Ihr euch bei der Suche nach einem Personal Trainer stellen solltet, lautet: Passt die Person zu meinen persönlichen Zielen?

Und das wiederum bedeutet natürlich, dass wir zunächst unsere persönlichen Ziele festlegen müssen. Sobald Ihr wisst wohin die Reise gehen sollt, könnt Ihr prüfen ob euer Trainer der richtige Reisebegleiter auf dem Weg dorthin ist. Wie beim Daten kann es gut sein, dass ein hervorragender Trainer einfach nicht der richtige für euch ist – nicht weil er keiner guter Trainer wäre, sondern vielmehr weil er nicht zu euch und euren Zielen passt. Der beste Marathon-Coach wäre wohl kaum ein guter Trainingspartner fürs Powerlifting, genauso ist ein übergewichtiger Personal-Trainer keine gute Wahl wenn euer Ziel das Abnehmen ist.

Startet also zunächst mit euren Zielen:

  1. Möchtet Ihr 100 Kilogramm abnehmen? 10 Kilogramm? Auf 10% Körperfettanteil runter?
  2. Möchtet Ihr Muskeln aufbauen oder eure Maximalkraft steigern?
  3. Möchtet Ihr ein professioneller Bodybuilder werden?
  4. Trainiert Ihr für euren 5-Kilometer-Lauf?
  5. Möchtet Ihr einfach nur ein wenig fitter und gesünder werden?

Aus diesen Zielen ergibt sich schnell, welcher Personal Trainer für euch am besten geeignet ist.

Fehler #1: Nicht sicherzustellen, dass der Trainer eurer Wahl auch die nötige Expertise besitzt, die für eure individuellen Fitnessziele benötigt wird.

Nur weil jemand sich in einem Bereich sehr gut auskennt, muss das noch lange nicht auch in anderen Bereichen der Fall sein. Was muss der Trainer euch bieten?

  1. Seid Ihr auf der Suche nach einem Powerlifting-Coach, der euch die grundlegenden Übungen (Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken) zeigt und auf eine saubere Form achtet?
  2. Seid Ihr absolut neu im Fitnessstudio und benötigt jemanden, der euch in die Welt des Trainings einführt und euch zusätzliche Motivation verleiht.
  3. Was für ein Typ Mensch seid Ihr? Benötigt Ihr während eures Trainings strikte Anweisungen oder diverse Freiheiten um Eigenverantwortung zu übernehmen? Braucht Ihr jemanden, der euch anfeuert oder benötigt Ihr eher eine Trainer, der durch seine aggressive Art die letzten Energiereserven aus euch herauskitzelt?

Sobald Ihr die richtigen Erwartungen gesetzt habt und wisst, was Ihr von eurem Trainer wollt, könnt Ihr auch eine fundierte Entscheidung darüber treffen, welcher Personal Trainer für euch am besten ist!

Wie man einen guten Personal Trainer findet

Sobald Ihr einen Trainer gefunden habt, der gut zu euch und euren Zielen zu passen scheint, ist der nächste Schritt immer ein ausführliches Gespräch.

Fehler #2: Blind alles zu glauben, was ein Personal Trainer euch erzählt!

  • Der Personal Trainer SOLLTE euch aufmerksam zuhören und sich für eure Trainingsgründe interessieren.
  • Er SOLLTE euch nach früheren Verletzungen und Trainingserfahrungen fragen. Gerade wenn Ihr Verletzungsprobleme habt sollte der Trainer dies wissen, um das Trainingsprogramm entsprechend daran anzupassen.
  • Er SOLLTE euch nach eurer Ernährung befragen. Wenn ein Personal Trainer nicht nach eurer Ernährung fragt, dann solltet Ihr keine Zeit mit ihm oder ihr verschwenden!
  • Er SOLLTE selbst für das stehen, was er predigt. Nicht jeder Personal Trainer muss ein olympischer Spitzenathlet sein, aber zumindest sollte er einen gesunden Lebensstil praktizieren.
  • Er SOLLTE euch über seine Expertise informieren und seine Qualifikationen erklären. Außerdem sollte er Erfolgsgeschichten anderen Klienten mit ähnlichen Voraussetzungen und Zielen wie bei euch mit euch teilen.
  • Er SOLLTE realistische Erwartungen setzen. Ihr werdet euren Traumkörper nicht innerhalb eines Monats bekommen. Ein Trainer der realistische Erwartungen setzt und euch darüber informiert wann Ihr mit welchen Ergebnissen zu rechnen habt, kann eure Motivation langfristig steigern und Enttäuschungen vermeiden.

Das sind die wichtigsten Dinge, nach denen Ihr bei einem guten Personal Trainer Ausschau halten solltet. Dabei ist allerdings nicht jeder Trainer gleich ein schlechter Trainer, nur weil einen oder zwei der oben genannten Punkte nicht erfüllt. Es gibt viele andere Merkmale, an denen man einen schlechten Personal Trainer direkt erkennt …

Woran man einen schlechten Personal Trainer erkennt

Hütet euch vor den Trainern, die ausschließlich „Unterhaltungsübungen“ mit euch machen und euch eine Routine aufzwingen, die gar nicht zu euren Zielen passt.

Fehler #3: Zu denken ein Workout wäre effektiver weil es kompliziert erscheint

Viele Trainer versuchen nur, euch mit unnötig komplexen Bewegungen und Übungen zu verwirren und machen dann mit all ihren Kunden den selben „business-as-usual“ Kram. Warum? Weil sie denken, dass das komplexe Training sie sachkundiger erscheinen lässt und sie sich dafür jede Menge Arbeit mit dem eigentlichen Trainingsplan sparen können, indem ein und derselbe Plan für viele Jahre mit allen Kunden durchgekaut wird.

„Nun balanciere auf diesem Balance-Board, während du die Hantel-Squat-Lunge-Curls machst, die ich dir vorhin gezeigt habe und mit herausgestreckter Zunge auf einem Fuß stehst!“

Muskelverwirrung pur! Klar, anstrengende Workouts sind super, doch denkt daran: Es ist einfach jemanden zu erschöpfen („macht 100 Burpess!„), es ist aber wesentlich schwieriger jemanden wirklich dabei zu helfen, seinen Körper nach seinen Vorstellungen zu formen! Ein anstrengendes Training kann eure Herzfrequenz in Wallungen bringen und euch ermüden, aber wenn es euch nicht dabei hilft, eure grundlegenden Ziele zu erreichen, wofür bezahlt Ihr euren Trainer dann?!

Außerdem ist es heutzutage leider Gang und Gebe, dass ein Personal Trainer lediglich ein grundlegendes Zertifikat erlangt und ab diesem Punkt keine weiteren Fortbildungen mehr gemacht hat, weil er oder sie der Meinung ist, dass das traditionelle Wissen ausreiche und weitere Erfahrungswerte und neue wissenschaftliche Erkenntnisse belanglos seien…

Wenn eure Trainer einen der folgenden Sätze in den Mund nimmt (was meiner Erfahrung nach leider ziemlich häufig passiert), solltet Ihr sofort das Weite suchen:

  • „Ja, du darfst bei den Squats nicht zu tief in die Hocke gehen – das ist schlecht für deine Knie“
  • „Verwende lieber das folgende Gerät, das ist sicherer für dich als das Training mit Freihanteln“ (es sei denn diese Aussage ist eurer Verletzungshistorie geschuldet)
  • „Genau, die Kraft sollte primär aus dem Rücken kommen. Deshalb heißt die Übung schließlich Back Squat
  • „Mit diesen Bauchmuskelübungen wird das Fett an deinem Bauch im Handumdrehen dahinschmelzen“ (Bauchfett kann man nicht einfach wegtrainieren!)

Euer Trainer sollte sich auf EURE Ergebnisse fokussieren und nicht darauf, ständig eine neue Trainingssitzung zu planen und euch möglichst viel Kohle aus der Tasche zu ziehen. Ich sehe oft Kunden, die monatelang mit ihrem Trainern zusammenarbeiten und dabei überhaupt keine Fortschritte machen. Warum? Ihr Trainer ist nur daran interessiert, einen weiteren Scheck einzulösen. Denkt daran, dass der Personal Trainer für euch arbeitet! Lasst euch also niemals auf einen Trainigsplan ein, der nicht zu euch passt!

Passt er euer Training an eure Verletzungshistorie und Fitnessziele an oder macht er lediglich ein standardmäßiges 0-8-15 Programm mit euch? Ermutigt oder hilft er euch bei eurem Training oder ist er mehr mit seinem Instagram-Feed beschäftigt während Ihr euch die die Sätze quält? Investiert er die notwendige Zeit in euch um euch zu den gewünschten Ergebnisse zu verhelfen oder sitzt er lediglich die Zeit ab, bis er ein weiteres Kreuzchen auf dem Abrechnungsbogen machen kann? Ihr zahlt viel Geld für das Fachwissen UND die Aufmerksamkeit dieser Person, also ist es auch nicht zu viel verlangt, dass euer Personal Trainer all diese Dinge ernst nimmt!

Welche Zertifikate sollte ein Personal Trainer besitzen?

Es gibt inzwischen eine Vielzahl an Trainer-Zertifikaten und anderen „Glaubwürdigkeitsindikatoren“. Eine traditioneller Karriereweg mit Abschluss in Physiotherapie oder Sportwissenschaft mag bedeuten, dass sich der betreffende Personal Trainer sehr gut mit dem menschlichen Körper auskennt. Es gibt allerdings noch keinen Aufschluss über die Erfahrung, die der Trainer im Umgang mit realen Klienten hat.

In Deutschland wird die Befähigung als Personal Trainer anhand von drei Lizenzstufen bescheinigt:

  • C-Lizenz: In dieser Lizenzstufe lernt der Trainer die Grundlagen der menschlichen Physiologie sowie der Trainingslehre. Es handelt sich dabei aber lediglich um Trainer-Helfer-Schein, der nicht dafür geeignet ist, alleine als Personal Trainer tätig zu werden.
  • B-Lizenz: Die B-Lizenz befähigt den Inhaber dazu, in Fitnessstudio und Gesundheitseinrichtungen als Trainer tätig zu werden oder selbstständig als Personal Trainer zu arbeiten. Hier werden zusätzlichen zu den Inhalten aus der C-Lizenz auch die sportmedizinische Anamnese, die Leistungsdiagnostik, Ernährungsempfehlungen aus sportphysiologischer Sicht, die Sportphysiologie, die Erstellung von Trainingsplänen und die Kommunikation im Fitnessstudio abgedeckt.
  • A-Lizenz: Der Fokus der A-Lizenz liegt auf dem Rehabilitationstraining. Trainer erlernen hier vor allem wie das Training aufgebaut werden kann und sollte, wenn beim Klienten internistische oder orthopädische Erkrankungen vorliegen oder es sich um Schwangere, Senioren oder Spitzensportler handelt.

Man sollte bei den Lizenzen allerdings beachten, dass es sich dabei nicht um eine staatliche anerkannte Ausbildung handelt. Demnach gibt es keine Grundlagen oder staatlichen Verordnungen in Bezug auf diese Fitnesstrainerlizenzen. Sie akkreditieren somit zwar das Fachwissen einer Person, könne aber von zahlreichen Institutionen vergeben werden, wobei es vertrauenswürdigere und dubiosere Vertreter gibt. Bekannte und vertrauenswürdige Akkreditierungsorganisationen in Deutschland sind das ils (Institut für Lernsysteme), das BTB (Bildungswerk für therapeutische Berufe), die sgd (Studiengemeinschaft Werner Kamprath Darmstadt), das OTL (Online Trainer Lizenz) sowie das IST Studieninstitut.

Zusätzlich zu den klassischen Lizenzen gibt es noch zahlreiche Weiterbildungs- und Zusatzqualifikationen wie die CrossFit-Zertifizierung. Achtet beim Trainer eurer Wahl also darauf, das er vor allem in den Bereichen die notwendige Zertifizierung besitzt, die für eure Trainingsziele wichtig sind. Wenn Abnehmen bei euch auf der Liste ganz oben steht, dann ist es sicherlich nicht verkehrt, wenn euer Personal Trainer in den Genuss diverser Ernährungsfortbildungen gekommen ist. Dabei solltet Ihr allerdings auch immer beachten, dass ein Zertifikat alleine noch kein Qualitätsmerkmal ist. Es gibt viele großartige Trainer da draußen, dehnen zahlreiche Zertifikate fehlen, während andere den Schrank voll haben mit allen möglichen Qualifizierungen und dennoch schreckliche Personal Trainer sind.

Fehler #4: Blind die Zertifizierung eines Personal Trainers zu akzeptieren ohne Herkunft und Bedeutung zu hinterfragen.

Lizenzen und Zertifikate können eine gute Orientierung bieten, sollten jedoch nicht der alleinige Entscheidungsfaktor sein. Eines der wichtigsten Dinge, auf die Ihr bei eurem Trainer achten solltet, ist die Erfahrung und Begeisterung mit der er euch beim Erreichen eurer Ziele unterstützt. Ihr möchtet Powerlifting betreiben oder an olympischem Gewichthebewettbewerben teilnehmen? Dann sucht nach jemandem, der in diesem Bereich erfolgreich an Wettkämpfen teilgenommen hat, oder nach jemandem, der aktuell Athleten trainiert, die an Wettkämpfen teilnehmen! Ihr möchtet endlich euer Traumgewicht erreichen? Dann achtet bei der Wahl eures Coaches darauf, dass dieser zahlreiche Erfahrungswerte vorzuweisen hat, wie er anderen Menschen ebenfalls erfolgreich beim Abnehmen helfen konnte. Aus meiner Sicht ist die Suche nach einem Personal Trainer mit nachgewiesener Erfahrung und einer gewissen Erfolgsbilanz hinsichtlich seiner Leistung bei anderen Klienten im Bereich eurer Ziele der wertvollste Schritt, den Ihr unternehmen könnt, um eine hohe Qualität sicherzustellen.

Ein Personal Trainer ist sicherlich nicht günstig, die Vorteile zu denen er euch verhelfen kann allerdings sind unbezahlbar! Denkt daran, Ihr zahlt nicht alleine dafür, dass er Zeit mit euch verbringt. Ihr zahlt auch für all die Jahre, in denen er andere Klienten gecoacht und sein Fachwissen ausgebaut hat. Es sind all die Erfahrungen, die der Personal Trainer gemacht hat, die die Zeit mit ihm so wertvoll macht, nicht die Zertifikate die er an einem Wochenende erlangt hat!

Was kostet ein Personal Trainer?

Die Kosten für einen Personal Trainer können stark schwanken und hängen vor allem von folgenden Faktoren ab:

  • eurem Wohnort (in eurem teuren Stadt, auf dem Dorf, usw.)
  • der Anzahl und Dauer eurer Trainingseinheiten
  • euren sportlichen Trainingszielen

Ihr wollt es ein wenig genauer wissen. Im Durchschnitt verlangt einer Personal Trainer in Deutschland etwa 85 Euro. Die allgemeine Spanne reicht dabei etwas von 30 Euro bis 150 Europ pro Spanne, wobei es nach oben hin fast keine Grenzen gibt. Viele Trainer gewähren bei Buchung mehrerer Sitzungen einen Mengenrabatt von ca. 10 %, sodass folgendes Rechenbeispiel einen guten Überblick über die Kosten für einen Personal Trainer gibt:

  • 4 Sitzungen pro Monat: 90 Euro pro Sitzung = 360 Euro pro Monat
  • 8 Sitzungen pro Monat: 80 Euro Pro Sitzung = 640 Euro pro Monat
  • 12 Sitzungen pro Monat: 75 Euro pro Sitzung = 900 Euro pro Monat

Verschiedene Trainer haben unterschiedliche Qualifikationen, Erfahrungen und Fachkenntnisse, was zu sehr unterschiedlichen Trainingserfahrungen und Kosten führt.

Fehler #4: Zu denken, teurere Personal Trainer wären automatisch auch besser.

Die Kosten sind kein guter Maßstab für die Qualität eines Personal Trainers, vielmehr kommt es auf den Mehrwert an, den dieser euch bietet. Je nach euren Zielen und den Resultaten, die Ihr mit eurem Trainer erzielt, können bereits 30 Euro pro Stunde viel zu viel Geld für einen schlechten Trainer sein, der nur sein Standardprogramm mit euch abspult und sich nicht um eure Resultate kümmert. 100 Euro pro Stunde hingegen klingt erst einmal nach sehr viel Geld, ist aber eine lohnenswerte Investition für einen hervorragenden Trainer, der sich voll auf euch einlässt, euch, eure Ziele und eure Resultate ernst nimmt und euch auch in schwierigen Zeiten dazu motivieren kann, weiterhin am Ball zu bleiben.

Deshalb ist es wie oben angesprochen so wichtig, das Ihr euch über eure eigenen Ziele im Klaren seid. Wenn Ihr 5 Trainingseinheiten absolvieren möchtet, um eure Powerlifting-Technik zu verbessern, ist das etwas vollkommen anderes, als einen Trainer zu engagieren, der 3x pro Woche persönlich bei euch zu Hause vorbeischaut, um euch ins Fitnessstudio zu begleiten.

Wie Ihr über die Einstellung eines Personal Trainers denken solltet

Ihr zahlt nicht nur für die Zeit, die der Personal Trainer mit euch verbringt. Ihr zahlt für all die Erfahrungen, Fachkenntnisse und Qualifikationen, die er sich über viele Jahre hinweg mühsam angeeignet hat. Ihr zahlt dafür, ALLE eure Fitnessfragen an einen Experten auslagern zu können. Ihr zahlt für jemanden, der euch die Sicherheit bietet, das Training korrekt und effektiv auszuführen und euch hilft zu vermeiden, im Fitnessstudio wie ein Anfänger auszusehen.

Für wen das Budget trotzdem ein wichtiger Faktor ist, der kann auch über einen Online-Personal-Trainer nachdenken. Dabei gibt es zahlreiche individuelle Vor- und Nachteile, die ich in der nachfolgenden Sektion ein wenig näher erläutern möchte.

Ein Trainer kann also wirklich einen fantastischen Mehrwert liefern – vorausgesetzt Ihr habt den richtigen Personal Trainer. Jemanden der nicht nur Wert auf euer Training legt, sondern auch auf eure Ernährung. Schließlich machen die Workouts nur 1-3 Stunden pro Woche aus. Was ist mit den anderen 165? Hier passiert der Fortschritt! Entsprechend sollte euer Coach euch auch bei diesem Thema helfen!

Die Vor- und Nachteile eines Online-Personal-Trainers

Die Vorteile eines Online-Personal-Trainers

  1. Flexibilität. Mit einem Personal Trainer im Online-Format könnt Ihr jederzeit trainieren, wann Ihr wollt und wo Ihr wollt. Euer Trainer passt den Trainingsplan so an, dass er optimal zu eurem Tagesablauf passt und Ihr euch wie bei einem klassischen Personal-Trainer nach seinem geschäftigen Terminplan richten müsst. Wenn dieser nur am Freitagmorgen um 07:30 Zeit für euch hat, Ihr aber absolut keine Morgenmenschen seid, dann kann das schnell zu einem großen Problem werden
  2. Rechenschaftspflicht – auf der ganzen Welt. Egal wo auf der Welt Ihr euch befindet, euer Online-Trainerbegleitet euch. Das heißt, die Rechenschaftspflicht gegenüber eurem Coach hört nie auf. Wenn Ihr beruflich auf Reisen seid, kann euer Trainer das einplanen und euch eine speziellen Reisetrainingsplan erstellen. Ihr müsst aufgrund beruflicher Verpflichtungen umziehen? Auch kein Problem, euer Coach ist weiterhin vor Ort!
  3. Ernährungsberatung. Mit den meisten traditionellen Personal Trainern interagiert Ihr während einer Trainingssitzung. Er hilft euch beim Training und das war es dann auch schon. Einen Online-Personal-Trainer könnt Ihr immer konsultieren (Ihr benötigt dazu nur einen Internetzugang). Und ich kann mir gut vorstellen, dass die meisten Online-Coaching-Programme mit euch nicht nur am Training sondern auch am wichtigsten Teil der Gleichung arbeiten: der gesunden Ernährung! AKA alles, was in den 23 Stunden außerhalb des Fitnessstudios passiert.
  4. Kosten. Die meisten Personal Trainer sind teuer, besonders wenn Ihr zwei- oder dreimal pro Woche mit ihnen trainieren möchtet. Das liegt daran, dass der Trainer, wenn er mit euch zusammen trainiert, nicht gleichzeitig mit anderen arbeiten kann. Wenn Ihr mit einem Online-Coach zusammenarbeiten, ist das eine wesentlich kostengünstigere Alternative, da dieser nicht 1-zu-1 im Fitnessstudio mit euch trainiert. Wenn Ihr dann noch die durchgängige Verfügbarkeit per Chat und die zusätzliche Hilfe in Ernährungsfragen berücksichtigt, wird schnell klar, dass auch ein Online-Personal-Trainer euch eine lebensverändernde Erfahrung bieten kann – vorausgesetzt Ihr findet einen Coach, der zu eurer Persönlichkeit und euren Zielen passt.
  5. Es könnte die einzige Option sein. Wir haben es in den letzten Monaten ja gesehen: Eine Pandemie oder ähnliches kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Fitnessstudios und Co schließen müssen und Ihr plötzlich keine Trainingsmöglichkeiten mehr habt. Dafür ist aber nicht mal unbedingt eine Pandemie nötig. Gerade wenn Ihr in einer ländlichen Region wohnt und euer lokales Fitnessstudio auf einem schließt, sieht es mit alternativen Trainingsmöglichkeiten oft schlecht aus. Klar, man auch zu Hause effektiv trainieren, aber gerade dann kann ein Online-Trainer eine große Hilfe sein!

Die Nachteile eines Online-Personal-Trainers

  1. Euer Trainer hat keinen direkten Zugang zu euch. Nicht hindert euch daran, euer Workout ausfallen zulassen, euch auf das Sofa zu legen und eurem Trainer zu erzählen, Ihr hättet das Workout gemacht. Bei diesem Szenario gewinnt zwar keiner, dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass es eintreten kann. Also ja, ein Online-Coach kann euch nicht vor der Haustür abholen und euch ins Fitnessstudio schleifen oder euch beim Training anschreien, damit Ihr bis ans Limit angeht. Die Arbeit müsst Ihr selbst machen!
  2. Keine Echtzeitfeedback. Wenn Ihr Powerlifting lernen oder bei einer bestimmten Übung an eure Belastungsgrenze gehen möchtet ist, ist ein Trainer vor Ort unschätzbar wertvoll! Er kann euch direkt Feedback zur Übungsausführung geben und euch im Zweifel dabei unterstützen. Obwohl es bei den meisten Online-Trainer-Formaten zwar auch Formcheck-Videos gibt, bei denen Coaches und Kunden Clips hin und her senden, ist dies nicht dasselbe, als würde jemand euch in Echtzeit kritisieren.
  3. Der Wert der niedrigen Kosten. Wenn Ihr einen Monat Online-Coaching bezahlt, gibt es nichts, was euch dazu motiviert, ins Fitnessstudio zu gehen, wenn es kalt ist und Ihr müde seid – euer Coach kann euch nicht anschreien und Ihr habt keine echten Verpflichtungen. Vergleicht dies mit der persönlichen Zusammenarbeit mit einem Coach. Ihr habt 100 Euro für eine Sitzung bezahlt, und wenn Ihr nicht auftaucht, ist das Geld *POOF* weg. Also sagt Ihr euch: „Ich habe das schon bezahlt und mein Trainer wird sauer, ich sollte wahrscheinlich zum Sport gehen.“ Und dann gehst Ihr auch … und Ihr seid froh, dass Ihr gegangen seid. Obwohl euer Online-Trainer nachverfolgen kann, wenn Ihr euch für eine Sitzung in der App nicht angemeldet habt und euch nach euren Fortschritten fragen kann, ist das kein Vergleich zu der gefühlten Verpflichtung, die euch ein Trainer im persönlichen 1-zu-1 vermittelt.

Es gibt viel zu beachten, wenn man sich zwischen einem persönlichen Trainer und einem Online-Coach entscheiden möchte. Ich persönlich würde nicht sagen, dass ein Format eindeutig besser oder schlechter als das andere ist. Es hängt wirklich ganz davon ab, was Ihr persönlich bevorzugt und wie eure individuelle Lebenssituation aussieht.