Rezept: Vegane und glutenfreie Dessert-Pizza


Wer hat Lust auf ausgefallenen und gleichzeitig gesunden Nachtisch? Dieses vegane und glutenfreie Dessert-Pizza sieht nicht nur beeindruckend aus, sondern ist zudem super leicht zuzubereiten und schmeckt einfach nur köstlich! Dabei besteht die Pizza im Grunde genommen fast ausschließlich aus natürlichen, pflanzlichen Zutaten und kommt vollkommen ohne Weizenmehl, Industriezucker und Milchprodukte aus!

Viele Menschen sehen Lebensmittel als etwas Selbstverständliches an. Dabei muss man sich eigentlich nur mal vor Augen führen, dass nicht alle Menschen auf dieser Welt das Glück haben, jeden Tag einen prall gefüllten Kühlschrank vor der Nase zu haben. Während wir Lebensmittel wegschmeißen, die vielleicht ein paar Dellen oder Flecken haben, gibt es Menschen, die auf solche Lebensmittel angewiesen sind um zu überleben. In den ärmeren Haushalten dieser Welt gibt es so etwas wie Lebensmittelverschwendung nicht – und meiner Meinung nach sollten wir uns diese immer mal wieder vor Augen halten, damit wir ebenfalls bedachter mit unseren Nahrungsmitteln umgehen und unser Konsumwahnsinn nicht Überhand nimmt.

Bis heute finde ich es seltsam, wenn jemand im Supermarkt einen leicht gequetschten Apfel anschaut, als wäre er mit der schlimmsten Krankheit verseucht, die man sich vorstellen kann. Es ist nur ein kleiner, brauner Fleck! Der ist wesentlich natürlicher und unbedenklicher, als all die Pestizide und Konservierungsstoffe, mit denen unsere Lebensmittel heutzutage verseucht werden. Ich denke, wir alle müssen uns über mehr mit dem Thema Lebensmittelverschwendung sowie den Fakten und Statistiken darüber auseinander setzen. Wir werden nicht mehr allzu lange so wie bisher weitermachen können.

Soweit dieser kleine Exkurs, nun aber zum eigentlichen Thema! Diese vegane und glutenfreie Dessertpizza ist super einfach zuzubereiten und besteht ausschleßlich aus natürlichen Zutaten. Mit einem Boden aus Datteln, Tahini, Hafermehl, Kakao und etwas Reisproteinpulver entsteht eine süße, proteinreiche Pizzabasis, die dann mit einer einfachen „Soße“ aus Kokosnuss- oder Sojajoghurt, Ahornsirup und Vanille abgerundet wird. Den letzten Schliff bekommt die vegane Dessertpizza dann noch durch ein Topping aus frischem Obst und gehackten Nüssen.

Die Zutaten für diese vegane und glutenfreie Dessert-Pizza

  • Datteln – Die natürliche Alternative zu Zucker und Co.! Verwendet für den Boden möglichst süße und reife Datteln wie Medjool-Datteln, da diese hervorragend zum leicht bitteren Geschmack des Tahinis passen.
  • Tahini – Achtet darauf, einen natürlichen Tahini ohne Zusatz- und Konservierungsstoffe zu verwenden. Guter Tahini sollte lediglich aus Sesam und maximal noch etwas Salz bestehen, sonst nichts!
  • Hafermehl – Verleiht dem Boden die nötige Bindung und ist ein hervorragender Backersatz für klassisches Weizenmehl. Verwendet je nach Wunsch glutenfreies Hafermehl.
  • Kakaopulver – Sorgt für eine kräfitge, dunkle Farbe und einen dezenten Schokoladengeschmack.
  • Proteinpulver – Für den extra Proteinkick! Ich habe für meine Variante Reisproteinpulver mit Vanillegeschmack verwendet. Auf Wunsch könnt Ihr aber auch anderen Proteinsporten nutzen.
  • Joghurt – Bildet die Soße für diese vegane Dessertpizza. Kokosnussjoghurt und Sojajoghurt sind eine hervorragende vegane Alternative zu klassischem Joghurt aus Kuhmilch. Wer seiner Pizza zusätzlich ein wenig Geschmack verleihen möchte, kann statt ungesüßtem Joghurt auch Joghurt mit Vanillegeschmack verwenden.
  • Ahornsirup und Vanille – Runden die „Pizzasoße“ ab.
  • Früchte und Nüsse – Bilden das Topping für die Dessert-Pizza. Ich persönlich liebe dieses Rezept vor allem mit frischen Beeren wie Blau- und Erdbeeren. Ihr könnt hier aber auch selbst sehr kreativ werden und eure Pizza mit den verschiedensten Früchten und Nüssen garnieren.
  • Salz – Damit die anderen Zutaten ihren Geschmack voll entfalten können. Falls euer Tahini bereits gesalzen ist, solltet Ihr auf die zusätzliche Prise Salz verzichten.

Wichtige Tipps für dieses Rezept

  • Da der Boden für diese Pizza nicht gebacken wird, bleibt er relativ weich. Die Dessert-Pizza ist daher eher mit einem veganen Kuchen vergleichbar als mit einer traditionellen Pizza.
  • Werdet bei diesem Rezept gerne selbst kreativ! Sowohl der Boden als auch das Topping lassen sich nach Belieben variieren. Ihr könntet zum Beispiel den Tahini durch Nussbutter ersetzen oder mit verschiedenen Proteinpulver experimentieren. Früchte sind nicht so euer Ding? Wie wäre es dann mit einem reinen Nusstopping oder einem Topping aus dunkler Schokolade und Nussbutter?
  • Aufgrund der zahlreichen frischen Zutaten schmeckt die Pizza direkt nach der Zubereitung mit Abstand am besten. Eventuelle Reste halten sich im Kühlschrank für etwa 2 – 3 Tage.

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Vegane und glutenfreie Dessert-Pizza

Zutaten für 8 Portionen:

Für den Pizzaboden:

  • 150 Gramm Datteln
  • 6 EL Tahini
  • 40 Gramm Hafermehl
  • 2 EL Kakopulver
  • 20 Gramm Reisproteinpulver mit Vanillegeschmack (oder ein andere Vanille-Proteinpulver euer Wahl)
  • 1 Prise Salz

Für das Topping:

  • 125 Gramm Kokos- oder Sojajoghurt
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1/2 TL Vanilleextrakt
  • Frische Beeren und Früchte nach Wahl
  • Nüsse nach Wahl

Zubereitung:

Zunächst Datteln und Tahini in einen Mixer oder eine Küchenmaschine geben und zu einem homogenen Brei verarbeiten lassen. Hafermehl, Kakao und Proteinpulver hinzugeben und noch einmal durchmixen, bis eine klumpenfreie, dicke Teigmasse entstanden ist. Eine runde Form (20 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen, die Teigmasse mit den Händen vorsichtig hineindrücken und im Gefrierschrank für etwa 30 Minuten aushärten lassen.

In der Zwischenzeit die Früchte, Nüsse und Soße für das Topping vorbereiten. Dazu die Früchte waschen, abtrocknen und in kleine, mundgerechte Stücke schneiden. Die Nüsse grob hacken. Den Joghurt zusammen mit dem Ahornsirup und dem Vanilleextrakt in eine kleine Schüssel füllen und sorgfältig verrühren. Sobald der Pizzaboden ausgehärtet ist, die Joghurtsoße darauf verteilen und alles mit den vorbereiteten Früchten und Nüssen garnieren.

Lasst es euch schmecken! 🙂

Nährwerte pro Portion:

Brennwert: 200 kcal
Fett: 6,8 Gramm
Kohlenhydrate: 26,3 Gramm
-> davon Zucker: 19,7 gramm
Ballaststoffe: 4,3 gramm
Proteine: 5,5 Gramm